28.09.2016
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Tatort-Vorschau: Das erwartet die Tatort-Fans

Ermitteln wieder in Münster: Jan Josef Liefers und Axel Prahl

Ermitteln wieder in Münster: Jan Josef Liefers und Axel Prahl

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dpa

Köln -

Aufhören, wenn es am schönsten ist – das ist ein Motto, mit dem Fernsehmacher nichts anfangen können. Im Gegenteil, was gut läuft, wird weiter ausgebaut. Und so wundert es nicht, dass der „Tatort“ auch in der neuen Saison, die am Sonntag startet, neue Ermittler präsentiert. In diesem Jahr kommt Thüringen groß raus.

Gleich zwei Teams schickt der MDR ins Rennen. In Erfurt treten die bisher jüngsten Kommissare in der Geschichte der ARD-Reihe an. Henry Funck (Friedrich Mücke, 32) und Maik Schaffert (Benjamin Kramme, 31) werden am 17. November gemeinsam mit der angehenden Staatsanwältin Johanna Grewel (Alina Levshin, 28) ermitteln. Und an Weihnachten gibt es ein interessantes Debüt in Weimar. Nora Tschirner und Christian Ulmen müssen die Entführung einer Wurstkönigin aufklären.

Joachim Król hingegen geht nach dem Ausscheiden von Partnerin Nina Kunzendorf allein in Frankfurt an den Start, weil er darauf allerdings keine Lust hat, wird ihn 2014 Margarita Broich ablösen. Nach zwei Jahren Pause ist auch der Hessische Rundfunk mit seinem ungewöhnlichen Ermittler Felix Murot (Ulrich Tukur) wieder dabei.

Messlatte liegt hoch

Für die ARD wird es nicht leicht, an die vergangene Saison anzuknüpfen. Neue Ermittler wie Til Schweiger und Wotan Wilke Möhring sorgten für Aufmerksamkeit, und auch auf die Publikumslieblinge aus Köln und Münster war Verlass. Mehr als zwölf Millionen Zuschauer schalteten da mitunter ein.

Ganz so viele werden es wohl beim ersten Fall der neuen Saison nicht werden. Dafür haben die Ermittler aus der Schweiz keine ausreichend große Fangemeinde.

Solide ist „Geburtstagskind“ zwar allemal, die Höhepunkte hebt man sich beim Ersten aber anscheinend für später auf. Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) müssen den Mord an der 14 Jahre alten Schülerin Amina klären. Das Mädchen kam aus komplizierten Familienverhältnissen. Der leibliche Vater war lange Zeit drogenabhängig und kriminell. Die Mutter heiratete „den anderen Papa“. Der kümmert sich zwar sehr um die Familie, ist aber auch Oberhaupt einer dubiosen religiösen Gemeinschaft. Als sich dann noch herausstellt, dass Amina schwanger war, gewinnt der Fall an zusätzlicher Brisanz. Trostlos geht es in Luzern im Auftakt-„Tatort“ zu, was sich auch in nebelverhangenen Bildern spiegelt.

Spannung kommt nur sehr selten auf, zumal die Auflösung nicht überraschen kann. Und warum in der Schweiz alle Hochdeutsch sprechen, erschließt sich nicht. Es ist ein erster Fall für die neue „Tatort“-Saison, der eindeutig Luft nach oben lässt.


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