29.09.2016
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TV-Tipp: Der „stille Beatle“ im Porträt

Die Beatles mit George Harrison, Paul McCartney, John Lennon (v.l.) und im Hintergrund am Schlagzeug Ringo Starr.

Die Beatles mit George Harrison, Paul McCartney, John Lennon (v.l.) und im Hintergrund am Schlagzeug Ringo Starr.

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dpa

Eine spontane Umfrage zum Thema “Wer ist Ihr Lieblings-Beatle?” führte in der wie immer 243-köpfigen „Vorgezappt“-Redaktion zu folgendem Ergebnis: Platz eins John Lennon, auf dem zweiten George Harrison, Rang drei für Paul McCartney, vier für Ringo Starr.

Am Montag wäre George Harrison 70 Jahre alt geworden, und da trifft es sich gut, dass Martin Scorseses Film über den „stillen Beatle“ im Programm ist. „George Harrison: Living in the Material World (1)“ (NDR, 0.25 Uhr; Teil 2 strahlt der NDR am 27.2. um 23.40 Uhr aus) ist kein kritisches Porträt über den jüngsten Beatle, sondern vielmehr eine Huldigung, in der man trotzdem allerhand über den Leadgitarristen erfährt.

Neben den vorhersehbaren Wegfährten – Yoko Ono, Paul McCartney, Eric Clapton, Ringo Starr, Harrisons Witwe Olivia – kommen auch ein paar zu Wort, deren innige Verbindung zu Harrison nicht allen bekannt sein dürfte. Eric Idle, einer der Komiker der Monty-Python-Truppe, erzählt davon, wie Harrison ganz entscheidend zu „Das Leben des Brian“ beitrug: „Wir hatten finanzielle Schwierigkeiten, den Film auf die Beine zu stellen. George spendierte uns mehrere Millionen. Weil er den Film einfach sehen wollte. Es war wohl die teuerste Kinokarte seines Lebens.“

„Living In The Material World“ beleuchtet die Rolle Harrisons innerhalb des Bandgefüges, wirft einen Blick darauf, wie Harrison die Beatles nach Indien und zur Teilzeit-Spiritualität führte und zeigt auch, dass der 2001 an Krebs verstorbene Musiker mit dem „Konzert für Bangladesch“ 1971 quasi aus Versehen „Benefiz-Konzerte“ erfand.

Unser Tipp für die Zeit zwischen den beiden Teilen: Unbedingt noch mal “All Things Must Pass” anhören, George Harrisons legendäres Dreifach-Album. Und natürlich auch „Here Comes The Sun“, einen der schönsten Beatles-Songs überhaupt – den hat nämlich auch George Harrison geschrieben.