29.08.2016
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WDR-Rundfunkrätin: Piels Rücktritt „ein Donnerschlag“

Monika Piel

Monika Piel

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Herby Sachs /WDR

Köln -

Der vorzeitige Rücktritt von WDR-Intendantin Monika Piel hat auch die Kölner Politikerin und WDR-Rundfunkrätin Andrea Verpoorten (CDU) völlig überrascht. „Das war ein richtiger Donnerschlag für mich, als ich am Freitag davon erfahren habe“, sagte die Medienexpertin am Samstag dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Piel hatte am Freitagabend über den WDR mitteilen lassen, ihr Amt aus persönlichen Gründen vorzeitig abzugeben. „Ich weiß absolut nichts über die Hintergründe, und aus Respekt vor der Person Monika Piel werde ich mich nicht in Spekulationen ergehen“, sagte die 39-Jährige Verpoorten, die 2012 in den WDR-Rundfunkrat berufen wurde.

Frage der Nachfolge „vollkommen offen“

„Keiner hat es geahnt, keiner weiß warum“, sagte Verpoorten. Sie sei deshalb sehr gespannt, welche weitere Informationen es zum Rücktritt Piels auf der Sitzung des Rundfunkrates am Montag geben werde. „Die Frage der Nachfolge ist vollkommen offen“, erklärte die CDU-Medienexpertin.

Es sei zu früh, jetzt die Leistung von Monika Piel als WDR-Intendantin zu bewerten. „Frau Piel hat den WDR zu einem Zeitpunkt übernommen, wo das öffentlich-rechtliche System unter starker Beobachtung stand. In dieser Situation gleichzeitig auch noch den Vorsitz der ARD zu übernehmen, war sicherlich nicht leicht“, sagte Verpoorten. Monika Piel habe sehr viele Themen angefasst und sehr viele Themen auf den Weg gebracht. (mik)