30.08.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | WDR: Tom Buhrow wird WDR-Intendant
29. May 2013
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WDR: Tom Buhrow wird WDR-Intendant

Tom Buhrow wird neuer Intendant des WDR.

Tom Buhrow wird neuer Intendant des WDR.

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NDR

Köln -

Tom Buhrow ist neuer Intendant des WDR. Der Rundfunkrat des Senders hat ihn am Mittwochnachmittag zum neuen Chef des größten ARD-Senders gewählt. Wie ksta.de aus Senderkreisen erfuhr, setzte sich Tom Buhrow im ersten Wahlgang mit 41 Stimmen gegen Stefan Kürten (2 Stimmen) und Jan Metzger durch, der vier Stimmen erhielt. Ihm wurden im Vorfeld die besten Chancen auf einen Sieg vorhergesagt und nun hat sich der Favorit tatsächlich durchgesetzt

Er war zweifellos der bekannteste der drei Kandidaten. Der 54-Jährige ist ein Gewächs des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Neben dem Studium der Geschichte und Politikwissenschaften  arbeitete er in der Siegburger Lokalredaktion des „Bonner General-Anzeiger“. Nach seinem Abschluss als Magister volontierte er  ab 1985 beim WDR. Danach arbeitete er zunächst als Redakteur für das WDR-Fernsehen und später als Reporter und Chef vom Dienst für die „Aktuelle Stunde“, die er auch moderierte. Er war Reporter in der „Tagesschau“-Redaktion des WDR und ging 1993 als Korrespondent nach Washington. Buhrow war später auch Korrespondent in Paris. Im August 2006 trat er die Nachfolge von Ulrich Wickert bei den „Tagesthemen“ an.

Ein Medienprofi, der sich zu verkaufen weiß

Buhrow sehen viele in der Nachfolge von Intendanten wie Friedrich Nowottny und Fritz Pleitgen, die ebenfalls ein ausgeprägt journalistisches Profil hatten. Von vielen Kollegen wird Buhrow als erfahrener, beliebter und angesehener Journalist bezeichnet. Sein größtes Manko: Die fehlende Managementerfahrung.  „Person und Amt passen einfach nicht zusammen“, bringt es einer auf den Punkt, der sich damit auskennt, in einem öffentlich-rechtlichen Sender eine Führungsposition zu bekleiden. Manche sind hingegen überzeugt, dass seine journalistische Erfahrung ihn befähige, die wichtigen Fragen zu stellen und die richtigen Leute um sich zu versammeln. Zudem ist Buhrow ein Medienprofi, weiß sich also zu verkaufen.

Im WDR hatte seine Nominierung allerdings für einigen Unmut gesorgt.  Denn neben der fehlenden Managementerfahrung ist Buhrow auch wenig erfahren, wenn es um Mitarbeiterführung geht. Zwar leitete er mit dem ARD-Studio in Washington eine wichtige Außenstelle, doch die Direktorenebene der Führungshierachie hat er übersprungen.

Ein Pluspunkt wird für ihn sicherlich sein, dass er seine Wurzeln im Rheinland hat. Buhrow wurde in Troisdorf geboren, soll gerne Karneval feiern und ist auch schon mal mit den Bläck Fööss aufgetreten. Die rheinische Mentalität ist ihm also vertraut. Er ist mit der Journalistin Sabine Stamer verheiratet und hat zwei Kinder. Neben der Liebe zum Rheinland hat er eine große Affinität zu den USA. „Ich liebe Amerika. Ich habe die USA immer als gastfreundlich, ermutigend und ständig zur Selbstkontrolle fähig erlebt.“ Buhrow mag Musik, geht gern auf Konzerte – vor allem von Bob Dylan und den Rolling Stones – und spielt Klavier und Gitarre. Außerdem joggt er und absolvierte bereits einige Marathonläufe.


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