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Adventskalender: 24 lebendige Törchen geöffnet

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Im Café Strieker wurde am Freitag eines der letzten Törchen im lebendigen Witzheldener Adventskalender geöffnet. Der norddeutsche Brauch erfreut sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit.  Foto: Britta Berg
Viele Besucher sind am Freitagabend der Einladung von Maria Strieker nachgekommen, um ein weiteres Törchen am lebendigen Adventskalender zu öffnen. Seit sieben Jahren gibt es ihn schon, den Adventskalender im Höhendorf.  Von
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Witzhelden

Carlotta hat extra ein Lied einstudiert. Mit ihrer Querflöte steht die elfjährige Musikschülerin im Café Strieker und spielt für etwa ein Dutzend Zuhörer, die auf Einladung von Maria Strieker gekommen sind, um ein weiteres Törchen am lebendigen Adventskalender zu öffnen. Seit sieben Jahren gibt es ihn schon, den Adventskalender im Höhendorf. Den Brauch hat Ulrike Janda aus ihrem Heimatdorf in Schleswig-Holstein mit nach Witzhelden gebracht. „Dort war es immer so, dass die Dorfgemeinschaft sich jeden Tag unter einem festlich dekorierten Fenster getroffen hat, um einfach ein wenig Zeit miteinander zu verbringen“, sagt Janda. „Das war immer sehr schön und deshalb wollte ich das hier in Witzhelden auch mal versuchen.“
Im Höhendorf stieß die Idee, sich im oft verregneten Winter unter freiem Himmel zu treffen, zunächst einmal auf Widerstand.

„Können wir das nicht drinnen machen?“, hätten viele gefragt, erzählt Janda. „Das haben wir dann gemacht.“ Seitdem öffnen ab dem 1. Dezember fast täglich Familien, Einrichtungen oder Einzelhändler ihre Türen, bieten ein kleines Unterhaltungsprogramm an, schenken Glühwein aus, servieren Plätzchen. Jeder, der Kontakt zur Dorfgemeinschaft knüpfen oder einfach Freunde, Bekannte oder neue Leute treffen möchte kann kommen. So wie Ingrid Ehlert, die mit ihrer Enkelin Lotta (4) ins Café Strieker gekommen ist: „Ich wohne noch nicht so lange in Witzhelden, da ist das eine gute Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen.“ Carlotta lässt die Querflöte sinken und erntet Applaus. Ulrike Janda erhebt sich und liest die Geschichte des Adventskalenders vor. „Als ich klein war, gab es noch keine Schokolade im Adventskalender, sondern nur bunte Bilder“, sagt einer. Und schon entsteht ein angeregter Austausch über das Weihnachten von früher und dem heutigen. Maria Strieker kümmert sich derweil um Glühwein-Nachschub. „Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass so viele kommen“, sagt sie. „Das weiß man wirklich nie vorher“, pflichtet ihr Ulrike Janda bei.

„Aber in den letzten Jahren hat sich diese Tradition wirklich sehr gut entwickelt. Es kommen immer zwischen zehn und 20 Leute.“ Und das Wichtigste: „Jeder kann den Abend so gestalten, wie er möchte. Aber es will sich keiner gegenseitig übertrumpfen“, sagt Janda. Jedes Jahr im Oktober beginnt sie mit der Planung. Die Termine werden festgelegt, nachdem die Teilnehmer ihre Wünsche abgegeben haben. Ende November muss die Liste mit den 24 Törchen stehen und über die Zeitung veröffentlicht werden. Manchmal bleiben noch einzelne Tage frei, die werden dann oft spontan noch vergeben. So wie das Törchen am 23. Dezember. „23 Gastronomen aus Witzhelden hatten sich noch nachträglich bei mir gemeldet“, sagt Janda. Die wollten dann spontan eine Überraschung auf dem Marktplatz machen.“ Und das letzte Törchen im Jahr öffnen an Heiligabend die Kirchen mit ihren Weihnachtsgottesdiensten.

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