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Aktionstag: Wie "Erste Hilfe" richtig geht

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Auch die Jüngsten zeigen viel Engagement: Marc Jansen spürt, ob der Verletzte noch atmet.  Foto: Ralf Krieger
Das Deutsche Rote Kreuz hat am Wochenende den „Aktionstag Erste Hilfe“ ausgerichtet. Besucher konnten in der Leichlinger City ihre Kenntnisse über die stabile Seitenlage oder die richtige Herz-Lungen-Wiederbelebung auffrischen.  Von
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„Stabile Seitenlage“ hieß das Zauberwort am Samstag im Brückerfeld. Den Begriff kannte jeder, der sich in irgendeiner Weise am „Aktionstag Erste Hilfe“ des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beteiligte. Anlass ist der 150. Geburtstag des Vereins. Frostige Temperaturen sorgten allerdings dafür, dass das Team des Ortsverbandes nicht übermäßig in Gespräche verwickelt wurde. Dabei war die erste Frage einfach: „Können Sie noch Erste Hilfe?“ Theoretisch ja, praktisch nein. Das war das häufige Fazit.
Wer aber länger bei den ehrenamtlichen Helfern verweilte und sich unter den Zeltdächern und an den Stellwänden informierte, konnte sich trefflich beraten fühlen. Bereitwillig gaben der Vorsitzende, Rüdiger Hagedorn („Ich bin erst seit einem Jahr im Amt und damit in der Lernphase“), der Bereitschaftsleiter, Benjamin Straßburg, und das gute Dutzend DRK-Helfer Auskunft und Aufklärung.

„Jeder, der seinen Führerschein gemacht hat, musste auch einen Erste-Hilfe-Kursus absolvieren“, sagte Hagedorn. Allerdings sei das bei sehr vielen Bürgern schon sehr, sehr lange her: „Im Laufe der Jahre hat sich sehr viel geändert, und nur wenige besuchen weitere Erste-Hilfe-Kurse zur Auffrischung ihrer Kenntnisse.“ Immerhin trauen sich rund 70 Prozent aller Deutschen zu, Erste Hilfe leisten zu können. 91 Prozent kennen sogar die Notrufnummer 112. Hagedorn: „Wenn es darum geht, konkret Hilfe zu leisten, sind viele eher hilflos.“ Der erste Passant, der sich am frühen Samstagmorgen dem Praxistest stellte, war Landtagsabgeordneter Rainer Deppe. Bis auf den Umstand, dass er die 112 nicht gleich parat hatte, wusste er seinen Notruf angesichts eines am Boden liegenden Dummy perfekt zu formulieren. Im imaginären Gespräch mit der Einsatzleitung in Bergisch Gladbach beantwortete er gekonnt die vier klassischen Fragen „Wo ist der Notfall passiert?“, „Was ist passiert?“, „Wie viele Verletzte?“ und „Welche Krankheitszeichen oder Verletzungen?“. Natürlich war die stabile Seitenlage ebenso ein Thema, wie der Atemstillstand, die starke Blutung oder die richtige Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Prima aufgepasst in den Ausbildungskursen hatte wohl das jüngste DRK-Mitglied vor Ort, der zwölfjährige Marc Jansen. Dem pfiffigen Schüler der Leichlinger Realschule konnte man Löcher in den Bauch fragen – er antwortete wie die Großen. Neugierig ließ sich die 52-jährige Edith Mende (Name auf Wunsch geändert) über die Erste-Hilfe-Kurse aufklären. Die gelernte Betriebswirtin hatte unlängst bei einem Herzkasper in lebensbedrohlicher Situation geholfen: „Ich glaube, ich kann noch eine Menge lernen.“ Sie erkundigte sich sogleich beim erfahrenen Ausbilder, Marcus Sonnenberg (30), nach einem Kurstermin.

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