Leichlingen
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Alte Bilder: Blick auf das alte Leichlingen

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Der alte Teil des Stadtparks hat sich kaum verändert. Der ovale Kiosk-Pavillon ist unter Denkmalschutz erhalten geblieben. Oben links, wo die Sparkasse gebaut wurde, ist die Teppichfabrik Geller zu sehen. Foto: Ralf Krieger
Der ehemalige Stadtbrandinspektor Edgar Wieden hütet einen Schatz: Rund 100 schwarz-weiß Luftaufnahmen hat er von der Stadt Leichlingen zusammengetragen. Das Ergebnis der aufwendigen Archivierung wird der Öffentlichkeit gezeigt.  Von
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Leichlingen

Firmen längst vergangener Jahre: Homberg & Röhrig, Müller-Wipperfürth, Römer, Krautfabrik „Alte Holzer Straße“, Leitex, Monteferro und viele andere mehr. Dazu das alte Rathaus, in dem jetzt die Polizei ihren Platz hat, die katholische Kirche mit Gerüst, der alte Stadtpark, Eicherhof, Haus Vorst oder auch das Bayer-Hochhaus in Leverkusen. Auch die Kanalverlegung in der Innenstadt und die mittlerweile längst bebauten Felder und Wiesen in der Stadt, waren dem Fotografen vom Flugzeug aus ein Motiv wert. Aus der Luft belichtete er die Blütenstadt Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre. Meter für Meter. Messtisch genau, detailgetreu und kontrastreich: Eine Stadt im Planquadrat. Knapp 100 schwarz-weiße Luftaufnahmen im Format 13 mal 13 sind so zusammen gekommen.

Edgar Wieden bei der Sichtung seiner Fotos.  Foto: Ralf Krieger

Der Schatz liegt wohl behütet in Grünscheid. Dort hat ihn der mit der Entwicklung der Stadt aufs engste verbundene ehemalige Stadtbrandinspektor Edgar Wieden über die Jahre sorgsam gesichtet und archiviert. „Vor über 30 Jahren entdeckte ich die Bilder samt Negativen bei meiner in Kiel lebenden Cousine Monika Luchtenberg“, sagte er im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Cousine war seinerzeit eher zufällig auf die Leichlingen-Bilder gestoßen. Gewissermaßen das Erbe einer längst nicht mehr existierenden Firma in Österreich. Laut Edgar Wieden war seinerzeit das Flugbild-Projekt im Auftrag der Hamburger Hansa-Lloyd durchgeführt worden.

Er rettete das Konvolut nach Leichlingen: „Die Fotos gehören ganz klar hierhin.“ Aus zeitlichen Gründen kam der neue Besitzer erst in jüngster Zeit dazu, sich verstärkt mit dem Hort zu beschäftigen. Das Ergebnis der aufwendigen Archivierung, die nun erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt wird, sind große Fotoalben mit allen Bildern samt den dazugehörigen Negativen. Die Abzüge sind mittlerweile ein wenig verblasst, doch sind die Negative in ihrer Unversehrtheit das eigentlich Wertvolle für Forscher und Historiker. Der Eigentümer hat alle Motive auf drei eng beschriebenen DIN-A-4-Seiten nummeriert und mit Inhaltsangaben versehen. „Das war ein Puzzlespiel, denn viele Bildinhalte musste ich erst mühsam recherchieren. Schließlich hat sich das Stadtbild in den Jahren völlig verändert“, so Wieden. Vor einiger Zeit bot er die Sammlung der Stadt an. Die zeigte sich zwar interessiert, wollte (oder konnte) aber nicht mehr als ein Anerkennungshonorar in Höhe von 2000 Euro rausrücken.

Die Türkisch-Rot-Färberei Albert Römer am Wupperufer ist 1965 bei einem Großbrand vernichtet worden. An ihrer Stelle entstand das Schulzentrum Am Hammer. Wo der große Schornstein rauchte, steht heute die Mensa, neben der evangelischen Kirche das Gemeindehaus.  Foto: Ralf Krieger

Die Summe entsprach nicht Wiedens Vorstellungen. Jetzt überlegt der frisch gebackene Heimatforscher eine Publikation zum Thema „Leichlingen – einst und jetzt“ zu erstellen. Zu seiner Sammlung zählt unter anderem auch eine umfassende Ansichtskartensammlung der Blütenstadt von Ende des 19. Jahrhunderts bis heute sowie eine große Karte Witzheldens aus dem Jahr 1878. Gespräche mit dem Landschaftsverband Rheinland, Bergischen Geschichtsverein und einem Verleger stehen auf der Agenda.

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