Leichlingen
Nachrichten und Bilder aus Leichlingen

Vorlesen
0 Kommentare

Augengrippe: Schmerzhaft und höchst ansteckend

Erstellt
Durch Schmier- und Tröpfcheninfektion werden die Viren übertragen. Man sollte sich daher regelmäßig die Hände waschen und nach Möglichkeit desinfizieren, nur Einmal-Handtücher verwenden und Hand-Kontakt vermeiden. Foto: dpa
Die hochansteckende Augengrippe grassiert auch im Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Viruserkrankung wird durch Schmier- und Tröpfcheninfektion übertragen und ist bei positivem Befund meldepflichtig.  Von 
Drucken per Mail
Rhein-Berg

Es kann jeden erwischen – die Augengrippe grassiert auch im Rheinisch-Bergischen Kreis. Die hochansteckende Viruserkrankung ist bei positivem Befund meldepflichtig. Beim Kreisgesundheitsamt sind seit Weihnachten zwar nur zwei Fälle von den Labors gemeldet worden. Doch über die tatsächlichen Fallzahlen sagt dies nichts aus. „Die Ärzte führen die Laboruntersuchung nur durch, wenn die Diagnose unsicher ist“, informierte gestern auf Anfrage Kreispressesprecher Alexander Schiele. So hängen in den Arztpraxen bereits Desinfektionsmittel für die Hände, erkrankte Patienten werden sofort von den anderen getrennt.


Kein wirksames Medikament


Ziemlich unangenehm und schmerzhaft ist die Entzündung von Bindehaut und Hornhaut, die von den besonders aggressiven Adenoviren der Gruppe 8 und 19 verursacht werden. „Sie sind aber nicht identisch mit jenen Viren, die Schnupfen verursachen“, so Schiele. Die Augengrippe sei zwar sehr viel ansteckender als eine normale Augenentzündung, doch gegen die Viren gebe es keine wirksamen Medikamente. Dennoch sei es ratsam, sofort einen Augenarzt aufzusuchen, rät das Gesundheitsamt. Schiele: „Der Facharzt kann Medikamente gegen den Juckreiz verschreiben.“ Außerdem helfen kühlende Umschläge.


Durch Schmier- und Tröpfcheninfektion werden die Viren übertragen. Man sollte sich daher regelmäßig die Hände waschen und nach Möglichkeit desinfizieren, nur Einmal-Handtücher verwenden und Hand-Kontakt vermeiden. Lauern könnten die Viren auf Türklinken, in Bussen und Bahnen, auf Handläufen von Rolltreppen und Treppenhäusern. Bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen zwei bis drei Wochen. In dieser Inkubationszeit kann man aber bereits andere damit infizieren.
Mit dem Ausbruch der Augengrippe schwellen die Augen an, das Sehvermögen nimmt ab. Typisch sind gerötete Augen, Tränenfluss, Juckreiz und Lichtempfindlichkeit. Erst nach zwei bis drei Wochen klingt die Augengrippe ab. Bei einer Erkrankung solle man Kindergärten, Schulen und der Arbeitsstelle fern bleiben. Eine Augengrippe-Epidemie sei nicht zu erwarten, so Schiele.

AUTOR
Umfrage - Radfahrer

An Parkplätze für Autos denken die Verkehrsplaner. Doch was ist mit Stellplätzen für Fahrradfahrer? Werden diese Verkehrsteilnehmer chronisch vernachlässigt?

FACEBOOK
Schule an Rhein und Wupper
Special

Wie steht es um die Schulen an Rhein und Wupper? Informationen, Termine und Projekte in unserem Special.

Kleinanzeigen