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Bauvoranfrage: Noch ein Windrad in Witzhelden

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Neben dem 220 Meter hohen Fernsehturm Witzhelden könnte ein weiteres Windrad gebaut werden. Das der Telekom ist 36 Meter hoch. Foto: BB
Die Stadtwerke Solingen planen Windkraftwerke an der Sengbachtalsperre. Die allein stoßen schon auf Bedenken in Witzhelden. Doch nun kommt auf Witzhelden noch ein weiteres Windrad zu. Die Investoren wurden noch nicht genannt.  Von
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Witzhelden

Die beiden Windkraftwerke, die die Stadtwerke Solingen an der Sengbachtalsperre bauen wollen, sind noch nicht alles, was auf Witzhelden zukommt. Im Windschatten der beiden umstrittenen Rotoren, gegen die sich im Höhendorf und im politischen Raum Widerstand bildet, wird eine dritte große Windmühle geplant. Sie soll in der Nähe des kleinen Rades der Telekom und des Fernsehturms am Bechhauser Weg gebaut werden. Im Gegensatz zum heiß diskutierten Solinger Projekt der Arge Bergwind ist dieses Vorhaben in der Öffentlichkeit bislang fast unbemerkt geblieben und nur den beteiligten Behörden bekannt. Die Investoren wurden noch nicht genannt.

Erfolgreiche Bauvoranfrage

Das Antragsverfahren für das Bechhausener Windrad läuft bereits seit einem Jahr. Und es hat schon eine erste Hürde genommen. Wie Barbara Hammerschmidt, die Leiterin des Fachbereichs Bauen der Stadtverwaltung, im Bauausschuss am Montagabend bekanntgab, hat der dafür zuständige Rheinisch-Bergische Kreis den Investoren Ende November bereits einen positiven Vorbescheid erteilt.

Zwischenzeitlich war die Bauvoranfrage ein Jahr auf Eis gelegt worden, weil die Stadt versuchen wollte, im Flächennutzungsplan eine Konzentrationszone für Windkraft auszuweisen. Das sollte den Wildwuchs von Masten vermeiden. Dieser Versuch ist aber gescheitert, weil sich die geplante Fläche bei Buntenbach als untauglich erwies. Ob das Rad tatsächlich gebaut wird, ist aber noch nicht gesagt. Die Betreiber müssten jetzt einen Bauantrag stellen. Erst in diesem Verfahren werden – wie an der Talsperre schon geschehen – wichtige Details wie Abstandsflächen, Lärmentwicklung, Schattenwurf und Artenschutz geprüft. Sie entscheiden darüber, ob das Vorhaben genehmigt wird. Bislang ist lediglich bestätigt worden, dass dem Vorhaben keine planungsrechtlichen oder luftfahrttechnischen Hindernisse entgegenstehen.

Wenn die Betreiber einen Bauantrag einreichen und die Anlage alle gesetzlich geforderten Bestimmungen einhält, bekommen sie eine Genehmigung. Denn Windenergieanlagen sind im sogenannten Außenbereich, wo es keine Bebauungspläne gibt, privilegierte Vorhaben. „Somit besteht ein Rechtsanspruch auf Genehmigung, sofern die Erschließung gesichert ist und öffentliche Belange nicht entgegenstehen“, erläutert Hammerschmidt.

Ob das im vorliegenden Fall reibungslos geht, wird vor allem von der Größe des Mastes abhängen. Denn daraus resultiert der erforderliche Abstand zur Wohnbebauung. Die nächsten Häuser sind in Bechhausen etwa 400 Meter entfernt.

So hoch wie die 200-Meter-Masten, die an der Talsperre geplant sind und mindestens 600 Meter Abstand halten müssen, dürfte ein Rotor am Fernsehturm also keinesfalls werden. Soll er wohl auch nicht. Laut Kreisverwaltung ist in der Bauvoranfrage von 100 Metern Nabenhöhe und 140 Metern Gesamthöhe bis zur Rotorspitze die Rede. Zum Vergleich: Der rot-weiß-gestreifte TV-Turm ist 220 Meter hoch.

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