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Bildung: Realschule offen für Hauptschüler

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Martin Kayser ist der neue Schulleiter der Realschule Leichlingen. Foto: Britta Berg
Schulleiter Martin Kayser hat in einer Pressekonferenz von seinen Visionen gesprochen und Einblick in Privates gegeben. Für Schüler, deren erste Option bislang die Hauptschule war, will die Realschule sich öffnen.  Von
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Was die Schullandschaft in Leichlingen betrifft, erleben Eltern, Lehrer und Verwaltung eine aufregende Zeit. Die Hauptschule der Blütenstadt steht vor dem Aus – und davon bleibt auch die benachbarte Realschule an der Wupper nicht unberührt. Der neue Schulleiter Martin Kayser darf die Zukunft des Schulzentrums Am Hammer mitgestalten. Über seine Visionen, Privates und Berufliches sprach er am Mittwoch bei seiner ersten Pressekonferenz. Schulentwicklung in Leichlingen: Schon vor seiner ersten Arbeitswoche als Schulleiter der Realschule hat der 35-Jährige an Gesprächen im Rathaus teilgenommen. „Es wird für uns eine große Herausforderung, als Realschule an einem Standort ohne Hauptschule zu arbeiten“, sagt Kayser. Für Schüler, deren erste Option bislang die Hauptschule war, wolle sich die Realschule öffnen. Wie er zu einer Sekundarschule steht – die durch Zusammenschluss mit der Hauptschule entstehen könnte – verriet Kayser nicht; dafür betonte er mehrfach, dass er von der Schulform Realschule völlig überzeugt sei.

Inklusion: Bislang hatte die Hauptschule eine Vorreiterrolle bei der Aufnahme von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf inne. Vereinzelt hat auch die Realschule diese Schüler aufgenommen, „bislang wurden sie aber zielgleich unterrichtet“, so Kayser. Einige Lehrer seien nun aber soweit fortgebildet, dass die Realschule diese Kinder auch zieldifferent – nach individuellem Lehrplan – unterrichten kann. „Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir das im nächsten Schuljahr auch machen“, sagte der Schulleiter.

Berufung Lehrer: 14 Stunden Unterricht pro Woche will der Rektor selbst erteilen. Seine Fächer sind Mathematik, Physik und Informatik. „Nach der Schule hatte ich erst gar nicht vor, Lehrer zu werden“, so der gebürtige Bergisch Gladbacher. Das Studium der Ingenieurwissenschaften entpuppte sich dann aber als falsche Wahl, „denn ich brauche den intensiven Kontakt mit Menschen“.

Privates: Martin Kayser lebt mit seiner Partnerin und deren sechsjähriger Tochter in Bergisch Gladbach. „In den Herbstferien feiern wir Hochzeit“, verriet er. Der 35-Jährige gehört keiner politischen Partei an. Er engagiert sich in der katholischen Kirchengemeinde, spielt Klavier und macht gerne Ausflüge mit dem Motorrad. Sein liebstes Urlaubsziel ist Großbritannien. Leichlingen: Der Name „Blütenstadt“ ist bereits fester Bestandteil von Kaysers Vokabular. „Die schöne Wuppergegend habe ich mir schon angeschaut. Ich mag meinen Arbeitsweg, der vorbei an vielen Obstplantagen führt“, schwärmt der Schulleiter und verspricht: „Bei einigen Leichlinger Festen wird man mich sicherlich sehen.“

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