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Goethestraße: Haus steht erneut in Flammen

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Das Haus in der Goethestraße ist unbewohnbar. Foto: Britta Berg
Das Haus an der Goethestraße, in dem es Donnerstagmorgen gebrannt hat, stand in der Nacht zu Freitag erneut in Flammen. Gegen 2 Uhr musste die Feuerwehr Leichlingen ausrücken, um das Feuer zu löschen.  Von
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Der zweite Schock für die Eigentümer des Öko-Hauses an der Goethestraße, in dem es am Donnerstagmorgen gebrannt hatte: In der Nacht zu Freitag stand ihr einst schmuckes Eigenheim erneut in Flammen. Um 1.44 Uhr musste die Freiwillige Feuerwehr Leichlingen ausrücken, um das durch versteckte Glutnester neu entfachte Feuer zu bekämpfen. Diesmal brannte es im Dachstuhl sogar noch heftiger als zuvor.


Der bereits vorher auf rund 100 000 Euro geschätzte Schaden am Haus ist dadurch noch schlimmer geworden. Das Dach musste von innen auf ganzer Länge geöffnet werden. Löschwasser ist bis in den Keller gelaufen. Nach Einschätzung des Architekten, der das Massivholzhaus geplant hat, kann ein Abbruch aber vermieden werden. Er machte der dreiköpfigen Familie, die vorübergehend bei Verwandten untergekommen ist, gestern nach einer ersten Begutachtung Hoffnungen, dass eine Sanierung möglich sei.


Polizei ermittelt die Ursache


Sachverständige der Versicherung waren ebenfalls vor Ort, um den Schaden aufzunehmen. Die Brandermittler der Polizei haben ihre Untersuchungen am Mittag beendet. Ergebnis: Ein technischer Defekt an der Elektroverkabelung hat das Feuer ausgelöst. Dieser Verdacht bestand bereits am Donnerstagmorgen, weil der Brand im Technikraum im Dachgeschoss entstanden ist.


Die Feuerwehr hatte am Donnerstag bis zum Nachmittag Brandwache gehalten und das Haus mit Hilfe einer Wärmebildkamera untersucht. Trotzdem ist offenbar ein Brandnest unentdeckt geblieben. Glimmende Glut war in dem modernen Holzhaus wie berichtet sehr schwierig aufzuspüren, weil die Wände einen dreischaligen Aufbau mit Zwischenräumen voller Naturdämmstoffen haben. Aus einem verborgenen Glutnest entwickelte sich das zweite Feuer, das den Dachstuhl in voller Ausdehnung erfasste.
Als die Feuerwehr mit rund 50 Kräften aus allen vier Löschzügen anrückte, schlugen Flammen erneut aus dem Dach. Die Fassade des Einfamilienhauses musste noch weiter geöffnet werden, um die Brandherde freizulegen. Verletzt wurde niemand, da das Haus bereits unbewohnt war.


Über eine Schuttrutsche wurde am Vormittag Brandschutt aus dem Dachgeschoss nach draußen befördert. Ein Dachdecker hat das offene Dach mit einer Plane provisorisch gegen den Regen geschützt. Installateure sorgten dafür, dass an den Leitungen keine Folgeschäden entstehen.


Die Feuerwehr war am Freitag noch bis zum Mittag im Einsatz. Montanus- und Goethestraße waren bis gegen 13 Uhr für den Verkehr voll gesperrt. „Das war der siebte Einsatz in zwei Tagen“, berichtete Feuerwehrchef Ronald Hillbrenner von den anstrengenden Stunden. Rechnet man Hilfen für den Rettungsdienst und bei Verkehrsunfällen mit, waren es seit Dienstag sogar elf Alarmierungen, die die Ehrenamtler auf Trab hielten und um den Schlaf brachten. Zweimal musste die Feuerwehr am Freitag sogar vom Brandhaus an der Goethestraße aus zu Notfällen abrücken, die sich gleichzeitig nur einen Steinwurf entfernt abspielten. Während (und vielleicht wegen) der Löscharbeiten in der Nacht musste nach einem Wasserrohrbuch Im Dorffeld eine Überflutung beseitigt werden (siehe Bericht unten). Und am Morgen halfen die Feuerwehrmänner auch noch beim Einsatz des Notarztes, der einem in Lebensgefahr geratenen Patienten an der Montanusstraße zu Hilfe eilte. Ein Rettungswagen hatte sich dabei auf einer nassen Wiese festgefahren, als er wegen der Vollsperrung der Straße, die durch die Fahrzeuge der Löschzüge blockiert war, eine Abkürzung nehmen musste. Feuerwehrmänner eilten den Sanitätern zu Hilfe, um den Krankentransporter aus dem Matsch zu schieben. Der Patient musste zwischenzeitlich vom Notarzt reanimiert werden.

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