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Reusrather Straße: Neue Ampel wirkt optimal

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Die Meinungen zur Ampel auf der Reusrather Straße, die den Verkehr regelt, seitdem der Reitsport-Megastore Krämer geöffnet ist, sind unterschiedlich. Leichlingens Verkehrsexperte ist von der Ampel jedoch überzeugt.  Von
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Für die einen ist sie ein "rotes Tuch". Berufspendler und andere Autofahrer verfluchen sie, weil sie dauernd bremsen und warten müssen. Für die anderen ist sie ein Wunderwerk der Technik. Der Verkehrsexperte des Rathauses, Jürgen Krey, schwärmt von ihrer topmodernen Technik, die mit allen Finessen ausgerüstet sei und nach einer optimalen Steuerungslogik phantastisch funktioniere. So unterschiedlich sind die Meinungen zur Ampel auf der Reusrather Straße, die den Verkehr regelt, seitdem der Reitsport-Megastore Krämer geöffnet ist. Weil sich Bürger immer wieder darüber beklagen, dass sie dort unnötigerweise vor der roten Ampel stehen müssen, haben sich Polizei und Verwaltung die Sache bei ihrer jüngsten Verkehrsbesprechung noch einmal angeschaut - und keinerlei Probleme feststellen können. Verbesserungsfähig sei eventuell nur der Linksabbieger zum Reitermarkt, weil man hier mit Gegenverkehr rechnen muss.

Die Fachleute teilen zwar die Meinung, dass an dieser Stelle ein Kreisverkehr noch besser gewesen wäre. Bekanntlich lehnt der dafür zuständige Landesbetrieb Straßen NRW solche Wünsche wegen zu knapper Haushaltsmittel aber konsequent ab. Ein Kreisel wäre mit weit über 500 000 Euro drei- bis viermal so teuer wie eine Ampelanlage, die an der Reusrather Straße 130- bis 150 000 Euro gekostet haben soll. An den Kosten hat sich das Reitsport-Unternehmen Krämer beteiligt, weil eine Achse der Kreuzung als Zufahrt zum Parkplatz des Betriebs dient. Polizei und Stadt haben die Erfahrungen der ersten Betriebswochen ausgewertet und sehen keinen Anlass zu Nachbesserungen. Im Protokoll heißt es wörtlich: "Die Leistungsfähigkeit der Signalanlage wurde zu den unterschiedlichsten Zeiten geprüft, es konnten keine Mängel festgestellt werden. Die Phasen sind so gesteuert, dass nahezu bei jedem Umlauf die einzelnen Achsen geräumt sind. Es wurde zu keiner Zeit ein nennenswerter Rückstau festgestellt." Sogar beim Massenandrang an den Eröffnungstagen habe es "keine nennenswerten Probleme" gegeben. Die ausgeklügelte Technik ist mit neun Phasen so programmiert, dass zu jeder Tageszeit die verkehrsstärksten Achsen die längsten Grünphasen bekommen.

Vielfahrer, die dort immer bremsen müssen, werden sich verwundert die Augen reiben, decken sich das doch so gar nicht mit ihren Beobachtungen. Und Jürgen Krey erklärt auch, warum: wegen der "Alles-Rot-Schaltung". Im Normalzustand zeigt die Ampel rundum Bremslicht. Solange, bis aus irgendeiner Richtung ein Fahrzeug naht, das erst dann Grün bekommt. "Das ist die modernste Anlage überhaupt", so Krey, "so etwas hätte ich woanders in der Stadt auch gerne." Zum Beispiel direkt nebenan, auf der Kreuzung Trompete, wo auch kein Kreisverkehr spendiert wird. Die Ampel läuft im sturen Festprogramm, weil schon seit 2011 die verkehrsabhängige Steuerung defekt ist und der Landesbetrieb kein Geld für die Reparatur hat. Das fehlt ihm hier auch für die kaputt gefahrenen Straßendecken auf den Achsen Rothenberg und Förstchen, deren Sanierung bei einer Asphaltierung 2009 versehentlich vergessen worden ist. Die Kontaktschleifen funktionieren nicht mehr. Jetzt ist allerdings ein schlechter Zeitpunkt für die Nachrüstung der ziemlich teuren neuen Signalsteuerung. Denn in Kürze wird für den geplanten Edeka-Supermarkt keine 200 Meter weit entfernt die nächste Ampel auf der Reusrather Straße gebaut. Und dann werden die Karten wieder neu gemischt.

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