Lange müssen Andreas Pilgram und Marcello Petrone von der Fischzucht Lohmar ihre Zöglinge nicht bitten: Kaum ist der große Kübel zu Wasser gelassen, geht es mit flinken Flossenschlägen in die neu gewonnene Freiheit. Mehr als 600 Schleien im Alter von zwei bis vier Jahren ließ das Grünflächenamt der Stadt Köln am Freitag in die beiden Lindenthaler Kanälen aussetzen.
Mehr als 600 Schleien im Alter von zwei bis vier Jahren hat das Grünflächenamt der Stadt Köln am Freitag in die beiden Lindenthaler Kanälen aussetzen lassen. Die Tiere sollen das ökologische Gleichgewicht innerhalb der künstlichen Gewässer wieder herstellen.
Foto: Arton KrasniqiNachdem die beiden Wasserstraßen im Zuge der Regionale 2010 umfassend saniert worden waren, soll der Besatz nun helfen, das ökologische Gleichgewicht innerhalb der künstlichen Gewässer wieder herzustellen. „Ohne natürliche Fressfeinde hatte sich im vergangenen Sommer eine Fruchtfliegenplage entwickelt“, erklärt Pressesprecher Stefan Palm. Auch der bislang starke Algenwuchs soll mit Hilfe der neuen Bewohner unter Kontrolle gebracht werden.
Die Anschaffungskosten für die Fische in Höhe von 2000 Euro teilen sich die Stadt Köln und der Cölner Angel- und Gewässerschutzverein. (mbo)



