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Albertus-Magnus-Gymnasium: Von der Schulbank auf den Regiestuhl

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Beim Außendreh im Winter musste sich das Film-Team vom Albertus-Magnus-Gymnasium warm einpacken. Foto: Fischer
Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasium haben in Eigenregie einen aufwendigen Kurzfilm gedreht. "Seitenwechsel" handelt von einem Schüler, dessen Eltern in die Sozialhilfe abrutschen. Hilfe bekam das Projekt von Medienprofis.  Von
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Ehrenfeld

„Als ich vor Jahren bei einem Filmcasting war, wurde mir gesagt, dass ich mit der Mimik und den Gesten etwas übertreibe“, berichtet Tristan Becker vom Albertus-Magnus-Gymnasium. Damals war er wie auch seine Mitschüler Ronja Blut und Ali Aykar eher ein Talent für die Theaterbühne. Im aktuellen Filmprojekt des Theater-Medien-Kurses der Stufe Q1 sieht das schon anders aus. In dem Kurzfilm „Seitenwechsel“ – der jetzt im Cinenova Premiere hatte – zeigen die Schauspieltalente, dass sie „filmtauglich“ geworden sind.

Beim Außendreh im Winter musste sich das Film-Team vom Albertus-Magnus-Gymnasium warm einpacken.
Beim Außendreh im Winter musste sich das Film-Team vom Albertus-Magnus-Gymnasium warm einpacken.
Foto: Fischer

„Seitenwechsel“ ist die Geschichte des Oberstufenschülers Ferdi (Tristan Becker), dessen Eltern in die Sozialhilfe „abgerutscht“ sind. Während Ferdi aus Geldmangel immer weniger mit seinen Freunden unternimmt, finden diese nach und nach heraus, was die Ursache für Ferdis Zurückgezogenheit ist. Aus dem Gefühl, ausgegrenzt zu sein, erwächst eine Wut, die der Schüler nicht nur auf seinen Feind in der Klasse (Ali Aykar) projiziert. Er richtet sie auf die ganze Gesellschaft, die Arbeitslose in eine Schublade steckt.

Unterstützung von WDR-Profis

Wie die echten Profis drehten auch die Schüler mit einem Kamerawagen.
Wie die echten Profis drehten auch die Schüler mit einem "Kamerawagen".
Foto: Fischer

Für die Umsetzung des Kurzfilms haben die Schüler des Theater-Medien-Kurses professionelle Unterstützung von Nadja Al-Arab (Drehbuch und Regie), und Thomas Al-Arab (Musik, Produktion) erhalten. Ein halbes Jahr lang hatten sich die Schauspieler mit Hilfe der Regisseurin auf die Szenen vorbereitet. Beim fünftägigen Dreh im Januar sollte alles glatt laufen. Doch das Spielen ist nur die eine Seite.

35 Schüler waren am Projekt beteiligt. Sie kümmerten sich unter anderem um Catering, Requisiten, Ton und Licht – und erhielten auch hier professionelle Hilfe. Bei Außendrehs im Winter sind die Bedingungen nicht immer einfach: „Gegen den Wind muss man einen Puschel auf das Mikro setzen, und das am besten richtig herum“, so Jana Geuß über die Arbeit am Ton.

Regisseurin Nadja Al-Arab arbeitet eigentlich beim WDR Morgenmagazin und hat über Umwege zur Regie gefunden. „Seitenwechsel“ ist ihre fünfte Produktion am Albertus-Magnus-Gymnasium. „Schüler sind neugierig und offen und haben keine Allüren, so dass man gemeinsam viel entwickeln kann.“ Tristan, Ronja und Ali nehmen seit der fünften Klasse am Schauspielunterricht der Schule teil. „Das sieht man auf der Leinwand. Sie sind echte Nachwuchstalente“, so Thomas Al-Arab.

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