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Carréefest: Diskussionen ums Straßenfest

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Die Sülzburgstraße ist das gut besuchte Einkaufszentrum der Stadtteile Sülz und Klettenberg. Foto: Eickler
Das Carréefest soll in diesem Jahr am 31. August und 1. September stattfinden. Noch gibt es allerdings viele offene Fragen, die zu klären sind. Viele Kritiker plädieren für eine Umgestaltung des Straßenfests.  Von
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Sülz/Klettenberg

Die Auseinandersetzung um das Carréefest geht in die nächste Runde. 818 Unterschriften hatten die Sülzerin Julia Bönninghaus und Mitstreiter Ende vergangenen Jahres gegen das Straßenfest in seiner jetzigen Form gesammelt. Ihre Kritik richtet sich gegen die Dauer des Festes von zwei Tagen und gegen den in den Augen der Gegner kirmesähnlichen Charakter der Veranstaltung. Die Unterzeichner wünschen sich ein Fest an nur einem Tag mit einem ganz neuen, auf das Veedel bezogenen Konzept. Der Veranstalter, die Interessengemeinschaft Sülz-Klettenberg (ISK), reagierte in der Zwischenzeit auf die in den vergangenen Jahren immer lauter gewordene Kritik. Sie lädt zu einer öffentlichen Gesprächsrunde ein, die am kommenden Donnerstag, 11. April, 19.30 Uhr im Tagungsraum des Arbeiter-Samariter-Bundes, Sülzburgstraße 146, stattfinden wird.

Mit Befürwortern und Kritikern will die ISK dann besprechen, wie sie sich eine Ausgestaltung des Festes in der Zukunft vorstellen. Alle Betroffenen sind dazu eingeladen.

Argumente gegen das Fest

Nicht wenige Nachbarn der Sülzburgstraße, der Luxemburger und der Berrenrather Straße beklagen auch das Verhalten ortsfremder, oft alkoholisierter Besucher während des Carréefests, die besonders in den späten Abend- und Nachtstunden die Anwohner am Schlaf hindern. Als Hauptargument gegen das Fest in seiner jetzigen Form aber führen die Kritiker ins Feld, dass die Mehrheit der Sülzer und Klettenberger Händler und Dienstleister gar nicht mehr teilnehme. „54 von ihnen haben sogar unsere Liste unterschrieben. Dabei ist so ein Straßenfest doch ursprünglich mal ins Leben gerufen worden, um den Umsatz der örtlichen Geschäftsleute zu steigern und Werbung für sie zu machen. Diesen Zweck erfüllt es längst nicht mehr“, sagt Bönninghaus. Stattdessen würden mehr als die Hälfte aller Stände auf dem Fest von ortsfremden Händlern bestückt, die der Ausrichter der Festes, die Werbepraxis von der Gathen, verpflichte.

Im Vorfeld der Diskussionsveranstaltung ist Bönninghaus skeptisch, was deren Erfolg angeht. Er meint: „Bisher war die Resonanz auf jeden Fall verhalten. Wir haben die Unterschriftenliste ja auch an die Verwaltung und die Bezirksvertretung Lindenthal geschickt. Richtig Stellung bezogen hat da niemand.“

Termin steht fest

Der Leiter des Ordnungsamtes, Robert Kilp, ist der Ansicht, dass die Ausrichtung eines Straßenfestes immer Geschmackssache ist und erläutert die gegenwärtige Haltung der Verwaltung so: „Wir wollen kein Öl ins Feuer gießen. Wir werden uns alle Seiten anhören. Dann versuchen wir, die verschiedenen Vorstellungen zu moderieren, und helfen, einen Ausgleich zwischen allen Parteien zu vermitteln.“

Der Termin für das nächste Carréefest steht derweil schon fest. Am Samstag, 31. August, und Sonntag 1. September, wird es wieder soweit sein.

www.iskcarree.de

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