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Decksteiner Weiher: Kleine Brücke, großer Ärger

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Die Arbeiten an der Brücke am Decksteiner Weiher dauern seit Monaten an.  Foto: Arton Krasniqi
Die Sanierungsarbeiten der Brücke am Decksteiner Weiher dauern fast doppelt so lang wie geplant. Eigentlich soll die Brücke am kommenden Wochenende für den Verkehr geöffnet werden - wenn das Wetter mitspielt.  Von
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Der Antrag der CDU löste damals einen heftigen Schlagabtausch im Verkehrsausschuss aus: Die Union wollte, dass neben der zu sanierenden Brücke über den Decksteiner Weiher für die Zeit der Bauarbeiten eine Ersatzspur für den Autoverkehr eingerichtet wird. Und musste sich für diesen Vorstoß scharfe Vorwürfe anhören. „Schlichter Populismus“, schimpften damals die Vertreter von SPD und Grünen. Ein halbes Jahr Bauzeit sei überschaubar, argumentierten die Mehrheitsfraktionen. Und es wäre ja ein Witz, wenn der teure provisorische Damm womöglich erst kurz vor Ende der Sanierung fertig würde.

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Das war im Juni vorigen Jahres. Seitdem ist ein Jahr vergangen, die Sanierung dauert inzwischen fast doppelt so lange wie geplant, und noch immer ist kein Auto über die Brücke gerollt. Am kommenden Samstag, so der aktuelle Zeitplan, soll das Bauwerk nun endlich für den Verkehr freigegeben werden – wenn das Wetter nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht. „Wir machen drei Kreuze, wenn dieses Ärgernis ein Ende hat“, sagt Gerd Neweling, Leiter des Amtes für Brücken und Stadtbahnbau.

Denn die Sperrung der Gleueler Straße hatte die Verkehrssituation im Kölner Westen erheblich belastet – erst recht, solange die Auffahrten auf die Autobahn A1 auf der Aachener Straße wegen des Tunnelbaus in Lövenich gesperrt waren. Monatelang quälten sich Autoschlangen durch die Wohngebiete. Nach wie vor beschwerten sich Bürger über den schleppenden Fortgang der Bauarbeiten, sagt Neweling. „Wir haben ordentlich Prügel bekommen.“

Aber warum hat sich ein auf den ersten Blick überschaubares Projekt wie die Sanierung einer kleinen denkmalgeschützten Brücke zur Dauerbaustelle entwickelt?

Vieles, was die Sanierung verzögert habe, liege nicht in der Verantwortung der Stadt, sagt Neweling. Anfangs erschwerten unter anderem zusätzliche Auflagen zum Schutz der Baumwurzeln im Umfeld der Brücke die Arbeiten. Dann trennte sich die beauftragte Baufirma von dem Subunternehmer, der das Zelt über der Brücke errichtet hatte. Eine andere Firma musste ein neues Zelt aufbauen. „Das hat uns vier bis acht Wochen zurückgeworfen“, so Neweling. Hinzu habe es immer wieder Schwierigkeiten mit der Baufirma gegeben, die nicht so arbeitete, wie sich die Stadt das vorstellte. „Und dann kam der kälteste März seit 25 Jahren“, sagt Neweling – und mit ihm ein weiterer Baustopp von mehreren Wochen. „Wir können uns nur entschuldigen“, betont der Amtsleiter. Die Kosten werden aller Voraussicht nach höher liegen als die geplanten 1,25 Millionen Euro, die genaue Summe sei aber noch nicht zu beziffern. Die Sanierung geht auch nach der Freigabe der Brücke für den Verkehr noch einige Wochen weiter.

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