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Friedhof Melaten: Neue Gärten auf Melaten

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Auf dem Friedhof Melaten entsteht ein neues Feld mit Bestattungsgärten. Foto: Martina Goyert
Auf einer rund 1000 Quadratmeter großen ehemaligen Rasenfläche des Friedhofs Melaten legen Friedhofsgärtner ein zweites Feld mit Bestattungsgärten an. Knapp 600 Menschen wurden auf dem ersten Feld beigesetzt worden.  Von
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Auf dem Friedhof Melaten entsteht ein zweites Feld mit Bestattungsgärten. Die Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner legt derzeit auf einer rund 1000 Quadratmeter großen ehemaligen Rasenfläche in der Nähe der Trauerhalle einen „Ruhehain“, einen „Garten der Lichter“, „Pfade der Erinnerung“ und einige andere speziell gestaltete Gräberfelder an. „Die ersten Bestattungsgärten sind fast komplett belegt“, begründet Genossenschafts-Geschäftsführer Josef F. Terfrüchte die Ausweitung. „Das Angebot wird sehr gut angenommen.“

Knapp 600 Menschen sind nach seinen Angaben bereits in den ersten, im Jahr 2009 eröffneten Bestattungsgärten beigesetzt worden. Das neue Areal soll Platz für rund 300 Verstorbene bieten – für Sarg- wie für Urnenbestattungen. „Wir wollen dem Wandel in der Bestattungskultur gerecht werden“, begründete Terfrüchte damals die Initiative der Genossenschaft. Tod und Sterben seien individueller geworden, jeder Bürger solle sich nach seinen Wünschen beerdigen lassen können. Ziel war es damals aber auch, mit dem neuen Angebot die „Bestattungsflucht“ aus Köln zu stoppen.

Der Bau der zweiten Bestattungsgärten war allerdings nicht unumstritten. Die Bezirksvertretung Lindenthal hatte das Projekt im vorigen Herbst abgelehnt. Man habe den Charakter des denkmalgeschützten Friedhofs Melaten nicht weiter beeinträchtigen wollen, so Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker. Ein alternatives Bestattungsfeld sei ausreichend. Der Ratsausschuss für Umwelt und Grün genehmigte dann allerdings die neuen Bestattungsgärten. „Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Menschen“, argumentiert Terfrüchte. Außerdem lege man die Gärten nicht in zentralen Lagen an, und ihre Fläche sei im Vergleich zum gesamten Friedhof nur sehr klein.

Eigentlich sollte laut Terfrüchte das zweite Feld bereits im März fertig sein, das Wetter habe den Terminplan allerdings durcheinandergebracht. Er geht davon aus, dass die ersten Verstorbenen im April dort beigesetzt werden können. In Köln gibt es Bestattungsgärten neben dem Melatenfriedhof auch auf dem Süd- und dem Westfriedhof, in Mülheim und in Chorweiler – ein weiteres Feld soll noch bis Mitte des Jahres in Porz eröffnet werden. Nähere Informationen im Internet.

www.bestattungsgärten.de

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