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Gleueler Strasse: Hier mehr Natur – dort mehr Staus

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Die Gleueler Straße ist am Decksteiner Weiher für den Verkehr gesperrt. Dort geht sie über in ein Brückenbauwerk, das noch immer saniert wird. Fußgänger können auf die Behelfsbrücke ausweichen. Foto: Eickler
Das Lindenthaler Stadtteilparlament hat beschlossen, die Gleueler Straße auf Höhe des Äußeren Grüngürtels am Wochenende und an Feiertagen für den Kraftfahrzeugverkehr zu sperren. Doch die Verwaltung sieht Probleme und protestiert.  Von
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Nach wie vor ist die Gleueler Straße in Höhe des Äußeren Grüngürtels nicht für den Kraftfahrzeug-Verkehr freigegeben – denn seit Juni 2012 wird dort die Brücke über den Decksteiner Weiher saniert. Doch die Bezirksvertretung hat bereits eine weitere Sperrung beschlossen. Probeweise soll die Straße, die das westliche Umland mit der Stadt verbindet, an Wochenenden und Feiertagen für den motorisierten Verkehr tabu sein. Allerdings nur dann, wenn nicht eine Großveranstaltung, beispielsweise im Rheinenergie-Stadion, auf dem Kalender steht.

Eine bedeutende Straße

Damit folgte das Stadtteilparlament mehrheitlich – bei Gegenstimmen der CDU und der FDP – einem Bürgerantrag. Dem Beschluss war eine kontroverse Diskussion vorausgegangen, an deren Ende sich die Überzeugung durchsetzte: Der Aufwertung des Äußeren Grüngürtels als ruhiges und möglichst abgasfreies Natur-Naherholungsgebiet sei der Vorzug zu geben vor dem Motto „Freie Fahrt für freie Bürger“. Die Sperrung der Kitschburger Straße zwischen der Dürener Straße und der Friedrich-Schmidt-Straße an den Wochenenden sei seit mehr als 20 Jahren eine echte Erfolgsgeschichte und habe gezeigt, dass so etwas geht, ist Roland Schüler (Bündnis 90/Die Grünen) überzeugt. Die Verwaltung aber ist gegen die Sperrung.

Heribert Gödderz vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik gab noch in der Sitzung zu bedenken: „Schließlich haben ja die vergangenen Monate eindrücklich gezeigt, zu welch erheblichen Verkehrsproblemen – vor allem zu einer Zunahme von Staus – es führt, wenn man die Gleueler Straße als Entlastungsachse für die Dürener Straße aus dem Verkehr nimmt.“

Straßenfreigabe verzögert sich

Bis eine Entscheidung zur gewünschten Wochenend-Sperrung fällt, wird noch einige Zeit vergehen.

Das bedeutet, dass die Gleueler Straße nach den Brückenarbeiten auf jeden Fall erstmal komplett freigegeben wird. Aber auch dies wird sich verzögern.

Geplant war die Öffnung für Anfang April. „Doch aufgrund der weiterhin unkalkulierbaren Witterung wird es mit der Freigabe noch dauern“, so Heribert Krichel vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik. Ein genaues Datum könne man derzeit „allerdings beim besten Willen nicht nennen“. (eic)

Und der stellvertretende Amtsleiter Heribert Krichel bezweifelte ein paar Tage später sogar, dass in dieser Sache die Bezirksvertretung Lindenthal das letzte Wort haben werde: „Die Gleueler Straße hat eine enorme Verkehrsbedeutung – auch an Wochenenden – für die Stadtteile im Kölner Westen. Sie ist damit von überörtlicher Relevanz. Und das bedeutet, dass sich möglicherweise zunächst der Verkehrsausschuss mit der Entscheidung der Bezirksvertretung beschäftigen wird.“ Falls es dennoch bei dem Beschluss der Lindenthaler bleibt, wird es einige Zeit dauern, bis die Wochenendsperrung auf Probe Wirklichkeit würde. „Zunächst müssten technische und personelle Möglichkeiten gesucht werden, die Sperrung zu realisieren. Und es muss finanzierbar sein“, so Krichel.

Schrankenwärter im Einsatz

Die Sperrung der Kitschburger Straße verdanken die Bürger dem Einsatz eines städtischen Mitarbeiters, der extra dafür bezahlt wird, Woche für Woche die Schranke freitagabends zu schließen und sonntagabends wieder zu öffnen, wie Gödderz dem Stadtteilparlament erklärte. Auch müssten in umfangreichem Maße Schilder aufgestellt werden. Krichel erteilte der Umsetzung des Beschluss schon jetzt auf absehbare Zeit eine Absage: „Da es sich bei der Wochenendsperrung nicht um eine Maßnahme handelt, zu der die Verwaltung gesetzlich verpflichtet ist oder die aus Gründen der Verkehrssicherheit dringend geboten ist, darf sie aufgrund der derzeitigen haushaltswirtschaftlichen Auflagen nicht umgesetzt werden.“

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