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Grundschule Manderscheider Platz: Kunst zählt so viel wie Mathe

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Drei Kinder präsentieren den kunstvollen Thron. Foto: Esch
Kinder der Grundschule Manderscheider Platz haben eine ungewöhnliche Sitzgelegenheit aus Beton und Mosaiken mitsamt einer märchenhaften Unterwasserwelt an der Wand des Schulhofes mit Hilfe der Jugendkunstschule selbst gestaltet.  Von
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Sülz

Wenn Neptun demnächst einen Landausflug macht, wird er wohl die Gemeinschaftsgrundschule am Manderscheider Platz in Sülz ansteuern. Dort wartet ein prächtiger Thron auf den Meeresgott. Den kann er besteigen – wenn nicht gerade ein Drittklässler darauf sitzt.

Die Kinder der Klasse 3b haben die ungewöhnliche Sitzgelegenheit aus Beton und Mosaiken mitsamt einer märchenhaften Unterwasserwelt an der Wand des Schulhofes unter Anleitung von Gerda Schlautmann von der Jugendkunstschule selbst gestaltet. Stolz auf ihr Werk testen sie es nun immer wieder gerne auf seine Gebrauchstauglichkeit.

„Ich habe den Sitz mit dem weißen Seestern gemacht“, sagte Tim bei der feierlichen Eröffnung und ließ sich darauf plumpsen. „Ich hatte die Idee, neben dem Thron noch einen Sitz zu bauen“, fügte Moritz an. Und wer sich die kleine rote Bank direkt neben dem großen Thron genauer betrachtete, stellte fest, dass es sich dabei um einen riesigen Fisch mit Glubschaugen und fleischigen Lippen handelt.

Ein gigantischer gelber Seestern ist dekorativ oben an der Rückenlehne angebracht. Überall sind Muscheln, Perlen, bunte Fische zu sehen, sogar eine Spinne hat sich auf den Treppenabsatz des Thrones verirrt. Nun ist sie eben eine Wasserspinne. So kunterbunt wie die Einfälle der jungen Künstler ist ihr Werk, liebevoll aus kleinen Mosaiksteinchen und viel Farbe zusammengesetzt.

Bereits seit Anfang des Jahres hatten die Kinder mit Gerda Schlautmann an dem großen Projekt gearbeitet. Die Idee mit dem Thron, der direkt an der Mauer lehnt, hatte die Mitarbeiterin der Jugendkunstschule. Der Rest war der Fantasie der Mädchen und Jungen überlassen.

Immer wieder durften zwei, drei Kinder den regulären Unterricht verlassen und sich gemeinsam mit der Projektleiterin den Arbeiten am Kunstwerk widmen. „Wir haben uns wirklich über die Zeit und den Raum gefreut, der uns an dieser Schule für unser Projekt eingeräumt wurde“, lobte Sisko Zielbauer, Leiterin der Jugendkunstschule. „Wir legen an dieser Schule viel Wert auf kreatives Arbeiten. Wenn die Kinder sich mit einem Kunstwerk beschäftigen, ist das für uns ebenso wertvoll wie eine Mathematikstunde“, erklärte Elisabeth Schuhenn, die Leiterin der GGS Manderscheider Platz.

Faktisches Wissen kam bei dem Projekt allerdings keineswegs zu kurz. Dazu inspiriert wurde Gerda Schlautmann durch ein wissenschaftliches Projekt namens Seaview Survey der Catlin Versicherungsgruppe, die eine Zweigstelle im Zollhafen hat und die Jugendkunstschule finanziell unterstützt. Seaview Survey erforscht die Auswirkungen des Klimawandels und der Versauerung der Meere auf die Korallenriffe und stellt die gewonnenen Daten Wissenschaftlern zur Verfügung.

So wurde auch die kunstvolle Schulhofverschönerung zum Thema Unterwasserwelt durch Sachunterricht über Umwelt und Wasser, speziell auch den Erhalt der Ozeane, begleitet. „Wir haben erfahren, welche Stoffe sich in Wasser auflösen“, erzählte beispielsweise Eli aus der 3b. „Wir wissen jetzt auch, dass wir in den Ferien keinen Müll am Strand herumliegen lassen dürfen“, fügte ihre Freundin Lilly an. „Wasser und Umwelt sind tolle Themen für die Mädchen und Jungen. Da muss man sie nur anstupsen und es sprudelt aus ihnen heraus“, so Elisabeth Schuhenn.

Obwohl das Projekt nun beendet ist, haben die Grundschüler nach wie gute Ideen zum Thema. t ist: „Wie wäre es, wenn wir uns alle unser Bild zehn Minuten anschauen, dann jeder eine Geschichte schreibt, die ihm dazu einfällt und wir daraus ein Buch machen?“, schlug Maria aus der dritten Klasse nach der Eröffnung des Kunstwerkes vor. „Toll!“, fand Gerda Schlautmann.

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