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Haus am See: Verfolgungsjagd nach Messerstichen

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Der Gastwirt des „Haus am See“ am Decksteiner Weiher wurde von Einbrechern niedergestochen. Foto: Arton Krasniqi
Der Wirt des „Haus am See“, der bei einem Einbruch durch Messerstiche verletzt wurde, schilderte seine Sicht der Ereignisse vor dem Kölner Landgericht. Erst nach einer Verfolgungsjagd habe er gemerkt, dass er stark am Oberkörper blutete.  Von
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Im Prozess um den versuchten Mord und den Einbruch im „Haus am See“ sagte am Mittwoch der Geschäftsführer des Restaurants vor der 4. Großen Strafkammer des Kölner Landgerichts aus. Der 55-Jährige hat schon viele Einbrüche in das abgeschieden gelegene Restaurant erlebt. Allein im Jahr 2011 gab es zehn. Also sicherte der Wirt das Gebäude ab, installierte moderne Alarmanlagen, die auf Bewegung und Wärme reagieren und automatisch eine Einbruchsmeldung auf das Smartphone senden.

In der Nacht auf den 3. Juni 2011 erhielt er um kurz nach Mitternacht eine solche Meldung. Er war gerade bei seiner Lebensgefährtin angekommen, stieg in Schlappen wieder ins Auto, um im „Haus am See“ nach dem Rechten zu sehen. Seine Lebensgefährtin begleitete ihn. „Es gab in den Wochen vorher zweimal einen Fehlalarm, deshalb bin ich davon ausgegangen, dass es wieder einer ist“, sagte der Wirt. Das Paar ging mit Taschenlampen in das Gebäude, um die Anlage wieder scharf zu stellen. Beide erschraken, als sie plötzlich vor Oliver M. und Timo O. (Namen geändert) standen, die um Mitternacht über das Dach in das Haus eingedrungen waren. Die 19 und 18 Jahrer alten Männer waren mit Messern bewaffnet.

„Jetzt hab’ ich euch endlich!“, sagte der Wirt. Oliver M. und Timo O. wollten flüchten, die Lebensgefährtin des Wirts versuchte Timo O. davon abzuhalten, indem sie Geschirr nach ihm warf. Oliver M. soll sein Messer hochgehalten und gesagt haben: „Ich hab ein Messer, ich stech’ dich ab!“ Der Wirt ging auf ihn zu. „Er ist so klein und dünn, ich habe nicht damit gerechnet, dass er das Messer benutzt“, sagte der 55-Jährige. Er wollte den 19-Jährigen festhalten, der konnte sich losreißen, beide Täter schafften es nach einer Verfolgungsjagd durch ein kleines Toilettenfenster zu flüchten. Erst dann bemerkte der Wirt, dass er stark am Oberkörper blutete. „Irgendwie hat er mich erwischt, als er mit dem Messer rumfuchtelte.“

Timo O., der 18-Jährige, habe eher eine passive Rolle gespielt. „Er hat sein Messer nach unten gehalten, war selbst erschrocken, wirkte wie ein Mitläufer.“ Oliver M. hatte am Mittwochmorgen ausgesagt, er habe nicht bemerkt, dass er den Wirt verletzt habe. „Timo hat mir später erzählt, dass er ein blutiges T-Shirt gesehen habe.“ Er habe nicht gezielt auf den Mann eingestochen. „Wir wollten einfach nur raus, ich war in Panik.“ Er wisse, dass sie „großen Scheiß“ gebaut hätten.

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