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Heinz-Mohnen-Platz: Mittelpunkt mit Matsch und Müll

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Zum Spielen eignet sich der Heinz-Mohnen-Platz in Sülz derzeit ganz und gar nicht. Foto: Eickler
Die Bewohner des Neubaugebietes auf dem ehemaligen Kinderheimgelände in Köln-Sülz vermissen die versprochene Ruhezone. Anders als von der Stadt versprochen ist hier bislang nichts Grünes zu sehen. Die Kinder spielen stattdessen im Matsch.  Von
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Sülz

. Einen Namen hat er bereits seit 2011. Aber sonst ist es nicht weit her mit dem Heinz-Mohnen-Platz, der eigentlich der Mittelpunkt des Neubaugebiets auf dem ehemaligen Kinderheimgelände sein soll. Zu sehen sind unbefestigte Flächen, Bauschutt und wild geparkte Autos statt Ruhezonen mit Bänken und Bäumen. Dabei ist die Nachbarschaft bereits fast komplett. Fünf der sieben Baufelder sind fertiggestellt, rund 200 Wohnungen bezogen. Doch kein Baum, kein Strauch ist zu sehen.

Was wächst, sind der Unmut und die Ratlosigkeit der Anwohner. Die Bezirksvertretung Lindenthal wollte jetzt ebenso wie die Bürger wissen, wann es weitergeht - und lud daher zu einem Ortstermin, um dort eine Stellungnahme der Verwaltung zu erhalten. Das Ergebnis des Treffens war jedoch nur teilweise im Sinne der Bürger.

"Im zweiten Sommer schon werden werden unsere Kinder bald zwischen Baustellenmüll und Autos spielen. Beides hat auf dem Platz nichts zu suchen. Seit fast eineinhalb Jahren tragen wir Tag für Tag den Matsch des immer noch unbefestigten Geländes in unsere Wohnungen", schildert Klaus Zeller von der Baugruppe Sülzer Freunde den Alltag. Zu Baugruppen schließen sich Menschen zusammen, um gemeinsam als Bauherren ein Mehrfamilienhaus oder mehreren Einfamilienhäuser zu errichten.

Zellers Gruppe bezog bereits Ende 2011 den Neubau auf dem Baufeld Fünf, das direkt an den Heinz-Mohnen-Platz angrenzt. Auch Simon Trebst, der auf das Baufeld Vier gezogen ist, beklagt die Situation und wirft der Stadt vor, eine ehemals verbindliche Aussage nicht einzuhalten, vielmehr "verbummelt und vertrödelt sie den Ausbau".

Kein Raum für Spiel und Bewegung

Denn der mehrere Tausend Quadratmeter große Quartiersplatz, der nach dem Oberstadtdirektor Heinz Mohnen (1965 bis 1977) benannt ist, sollte zunächst schon in 2012, dann endgültig in 2013 die Seele des Viertels werden. Mit Bäumen und Bänken versehen, sollte er eine hohe Aufenthaltsqualität bieten, Raum für Spiel und Begegnung sein. Nichts ist davon zu sehen. Und wie Heribert Gödderz vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik darlegte, wird der Platz jetzt erst in 2014 fertig gestellt werden.

Ein empörtes Raunen war die erste Reaktion der Anwohner. Denn das Vertrauen in Ankündigungen der Verwaltung haben die Menschen längst verloren. "Das ist bereits der vierte Fertigstellungstermin, der uns seit 2011 genannt wird", schimpfte Zeller.

Gödderz berichtete, dass die Stadt die Planung für die Gestaltung des Platzes schon seit langem an eine Firma vergeben hat. "Die aber legte technische Pläne vor, die wir immer wieder bemängeln mussten." Da das Unternehmen auch wiederholt ein Recht auf Nachbesserung der Ausführungspläne hat, gingen Wochen und Monate ins Land - ohne dass etwas geschah.

"Jetzt erst ist die Planung abgeschlossen, wir können endlich die eigentlichen Arbeiten ausschreiben. Das Vergabeverfahren wird gut acht Monate in Anspruch nehmen. Danach fangen wir an", sagte Heribert Gödderz.

Damit aber zumindest die wild geparkten Autos verschwinden, wird die Stadt in Kürze handeln. "Bis Anfang Mai setzen wir Poller, dann kann niemand mehr auf den Platz, der dafür keinen Schlüssel hat." Auch vor den Loggien der Neubauten, die an die Neuenhöfer Allee grenzen, werden immer wieder unerlaubt Pkw abgestellt. "Um das zu verhindern, werden wir in den nächsten Tagen Baumstämme legen, ebenso an der Anton-Antweiler-Straße", versprach Gödderz den Beschwerdeführern. Zudem kündigte er an, den Platz vom Müll säubern zu lassen.

Dass hatten die Anwohner in der Vergangenheit nämlich schon einmal auf eigene Kosten getan. "Sogar einen Container hatten wir dafür bestellt. Aber innerhalb kürzester Zeit war neuer Unrat dort will abgelegt worden", sagte Simon Trebst.

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