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Innenhof: Rätsel um tote Entenküken

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Die toten Küken in der Wasserschüssel. Foto: privat
Bewohner eines Sülzer Gebäudekomplexes sind schockiert: Fünf Küken einer Entenfamilie, die sie seit längerem im Innenhof beobachteten, lagen am Donnerstagmorgen tot in einer Wasserschale. Die Tierfreunde glauben nicht an eine natürliche Ursache.  Von
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Sülz

Petra Märker und Karin Krug glaubten ihren Augen nicht zu trauen, als sie am Donnerstagmorgen in den Innenhof ihres Wohnkomplexes blickten: In einer Wasserschale fanden sie fünf tote Entenküken. Wie genau sie ums Leben kamen, konnten die Frauen nicht klären. Eine natürliche Ursache dieses „Massensterbens“ scheidet für die Tierfreundinnen aus.

Entenküken
Die Entenmutter mit dem überlebenden Küken.
Foto: privat

Die Küken gehörten zu einer Entenmutter mit ursprünglich sechs Küken, die in der weitläufigen Grünanlage des Gebäudes lebten, das sich zwischen Sülzgürtel und Neuenhöfer Allee über einen ganzen Block erstreckt. „Jedes Jahr kamen mehrere Entenfamilien zu uns in den Hof, um in diesem geschützten Bereich zu brüten“, erzählt Karin Krug. Die Enten zogen ihre Küken groß und zogen, sobald diese flügge wurden, Richtung Klettenbergpark davon. Da der Weiher im nahegelegenen Park in diesem Jahr aufgrund von Sanierungsarbeiten kein Wasser führt, ist wohl der Decksteiner Weiher das Ziel.

In dieser Saison ließen sich drei oder vier Entenpaare im Innenhof nieder. Mehrere Anwohner kümmerten sich um die Tiere und stellten ihnen größere Wasserschalen auf, damit sich die Kleinen ans Wasser gewöhnen können. Auch Treppchen errichtete ein Nachbar - „obwohl die Küken diese eigentlich gar nicht brauchten“, so die 68-Jährige.

Entenküken
Seit Jahren leben Enten in dem Sülzer Innenhof.
Foto: privat

Das klappte über mehrere Jahre gut, obwohl nicht alle Nachbarn begeistert von den Enten unter ihrem Balkon waren und über das Geschnatter klagten. „Viele Leute haben mit natürlichen Geräuschen ein Problem“, findet Krug. Auch die Hausverwaltung wollte zuletzt, dass die Wasserschalen entfernt werden.

Die Nachbarinnen vermuten, dass jemand die Entenküken ertränkt oder auf andere Weise getötet hat. Äußere Verletzungen, die auf eine Katze hindeuten, weisen sie nicht auf. „Und untergehen können Enten ja nicht so einfach“, stellt Petra Märker fest. Man habe die Tiere demonstrativ in der Wasserschüssel unterm Balkon drapiert. Ein Küken hat überlebt, es watschelt mit seiner Mutter weiter durch den Hof.

Karin Krug will die Sache nicht auf sich beruhen lassen und sich an die Polizei wenden.

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