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Kommentar: Wie viel Auto brauche ich?

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Alltag auf der Dürener Straße: Die Autos stehen im Stau. Foto: Eickler
Verkehrsprobleme gibt es an vielen Stellen in Köln. Ein weiterer Ausbau der Straßen ist kaum möglich. Es gibt jedoch auch noch die Möglichkeit, dass die Bürger ihr Mobilitätsverhalten ändern. Ein Kommentar.  Von
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Vom großen und ewigen Chaos auf den Straßen ist nicht nur der Bezirk Lindenthal betroffen, und es sind nicht nur die Verkehrsteilnehmer, die darunter leiden. Selbst in beschaulichen Wohnstraßen wird man nicht verschont. Denn viele Autofahrer suchen sich hier Schleichwege. Und auch der Öffentliche Personennahverkehr ist betroffen. Besonders die Busse kommen nicht voran. Es wird gehupt und geschimpft. Verständlich ist da der Wunsch der Bürger nach dem perfekten Verkehrskonzept – verbunden mit dem Glauben, dass dies alle Probleme auf einen Schlag lösen würde.

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Das aber wird es wohl nicht mehr geben, jedenfalls nicht für Städte wie Köln. Die Straßen sind heute schon dicht, ihr Fassungsvermögen begrenzt. Sie weiter auszubauen, ist kaum möglich, es fehlt schlicht der Platz.

Mobilitätsverhalten ändern

Die Diagonalsperre teilt die Kreuzung Braunstraße/Christian-Gau-Straße.
Die Diagonalsperre teilt die Kreuzung Braunstraße/Christian-Gau-Straße.
Foto: Eickler

Auf lange Sicht hilft da nur ein verändertes Mobilitätsverhalten des Einzelnen. Wann brauche ich wirklich ein Auto? Brauche ich überhaupt ein Auto? Diese Fragen sollte sich heute jeder stellen, der sich eine Beruhigung des Verkehrs in seiner Wohnstraße, eine Verringerung der täglichen Staus auf den Straßen Kölns und ein zügiges Vorwärtskommen innerhalb der Stadt wünscht.

Und so fern es noch möglich ist, sollte so nah am Zentrum wie möglich gebaut werden. Die Lücken dort zu füllen, ist vernünftiger als den Stadtrand zu versiegeln. Denn je näher an der Innenstadt, desto dichter ist das Netz von Bussen und Bahnen und damit die Verlockung, sie auch zu nutzen – statt des Autos.

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