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KVB: Elfjähriger gerät unter Straßenbahn

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Ein 13-Jähriger Junge ist auf dem Weg zur Schule unter eine Straßenbahn geraten. Foto: Stinauer
Ein elf Jahre alter Junge ist auf der Luxemburger Straße an der Haltestelle Arnulfstraße unter einen Zug der KVB-Linie 18 geraten. Er hatte mit seinem Rad bei Rot den Übergang überquert. Es besteht keine Lebensgefahr mehr.  Von 
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Sülz

Ein elf Jahre alter Junge ist Freitagmorgen in Sülz beim Zusammenstoß mit einer Straßenbahn verunglückt. Nach Angaben der Polizei besteht keine Lebensgefahr mehr. Ein Einsatzleiter der Feuerwehr hatte zunächst von „lebensbedrohlichen Verletzungen“ gesprochen. Ersten Ermittlungen zufolge schob der Schüler gegen 7.40 Uhr sein Fahrrad bei Rot zeigender Ampel über den Überweg in Höhe der Arnulfstraße.

"Der Bahnfahrer hat noch geklingelt, aber der Junge hat den Zug nicht gesehen", sagte ein Augenzeuge. Die stadtauswärts fahrende Bahn erfasste das Kind, es wurde eingeklemmt.

Zwei Zeugen leisteten Erste Hilfe.
Zwei Zeugen leisteten Erste Hilfe.
Foto: Stinauer

Zwei Zeugen leisteten sofort Erste Hilfe. "Wir haben seinen Arm hervorgezogen, der unter seiner Tasche eingeklemmt war", berichtete einer. Passanten brachten Handtücher aus einer Wäscherei und versuchten, den Jungen zu beruhigen, bis die Rettungskräfte eintrafen.

Die Feuerwehr hob den Zug an und befreite den Elfjährigen. Er wurde in die Uniklinik gebracht. Der KVB-Fahrer und mehrere Schulkinder, die Augenzeugen des Unfalls wurden, erlitten einen Schock und mussten ebenfalls ärztlich betreut werden.

Während der Unfallaufnahme war der Verkehr auf der Luxemburger Straße stadtauswärts gesperrt, die KVB-Linie 18 musste unterbrochen werden.

Mehr Unfälle mit Toten

Bei Unfällen mit Straßenbahnen sind voriges Jahr neun Menschen in Köln gestorben – so viele wie seit zehn Jahren nicht. Die Gesamtzahl von 141 Unfällen mit 29 Verletzten liegt dagegen im Mittel der vergangenen Jahre.

Zuletzt starb Anfang März ein 71-jähriger Mann, der an der oberirdischen Haltestelle Lanxess-Arena in Deutz unter eine Straßenbahn geraten war. Am selben Tag erlitt ein elfjähriger Junge schwere Verletzungen, als er an der Haltestelle Dellbrücker Hauptstraße das Gleichgewicht verloren hatte und zwischen den Bahnsteig und eine einfahrende Bahn gerutscht war.

Mitte Januar war der Präsident der Universität Bayreuth, Rüdiger Bormann, in Marienburg von einer Bahn überfahren worden. Der 60-jährige Professor, der sich als „Guttenberg-Jäger“ einen Namen gemacht hatte, war trotz Rotlichts über einen Bahnübergang gejoggt. (ts)

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Tim Stinauer
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