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KVB-Haltestellen: Eltern wollen Lotsen auf Bahnsteigen

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KVB-Mitarbeiter werden auf dem schmalen Bahnsteig der Haltestelle Melaten nur gelegentlich eingesetzt, um die Schüler von den Gleisen fernzuhalten. Foto: Grönert
Die in Stoßzeiten mit Schülern und Studenten überfüllten KVB-Haltestellen Melaten und Universitätsstraße brauchen dringend eine Entlastung. Nun überlegen Schul- und Elternvertreter, wie man der Situation Herr werden kann.  Von
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Die lebensgefährliche Situation an den KVB-Haltestellen Melaten und Universitätsstraße versetzt Eltern und Lehrer in Alarmbereitschaft. „Es ist dort mittags brandgefährlich. Es grenzt an ein Wunder, dass da nicht mehr passiert“, sagt Christiane von Velsen, stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende der benachbarten Liebfrauenschule.

Hunderte von Schülern drängeln sich jeden Tag dicht an dicht auf den schmalen Bahnsteigen auf der Aachener Straße. Ständig besteht die Gefahr, dass eines der Kinder auf die Gleise stürzt und von einer Straßenbahn erfasst wird. Bereits seit langem weisen Eltern die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und das Amt für Straßen und Verkehrstechnik auf den brenzligen Zustand hin.

„Wir halten den Einsatz von Lotsen für die sinnvollste Lösung“, sagt von Velsen. Tatsächlich stehen an manchen Tagen KVB-Mitarbeiter am Rande der Bahnsteige und sorgen für Ordnung. „Das können wir allerdings nur gelegentlich machen, ständig ist das nicht möglich“, sagt KVB-Sprecher Stephan Anemüller. Die Elternvertreterin hingegen sieht KVB und Stadt in der Pflicht. „Wir haben bereits mehrfach angemahnt, dass solche Lotsen jeden Tag eingesetzt werden müssen“, sagt von Velsen. Bei einer Sitzung der Schulpflegschaft habe es sogar die Überlegung gegeben, dass sich einige Eltern als Lotsen zur Verfügung stellen. „Es kann aber nicht der Sinn der Sache ein, dass Eltern kontinuierlich eine so große Verantwortung übernehmen sollen“, sagt von Velsen.

Auch die Fußgängerampel in Richtung der Liebfrauenschule, des Apostelgymnasiums, der Domsingschule und der Rheinischen Schule für Hörgeschädigte bereitet Probleme. Regelmäßig laufen Schüler bei Rot über die Aachener Straße. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik hat dort eine Videodetektion installiert, damit die Grünphasen bei großem Andrang so verlängert werden, dass alle Schüler die Straße problemlos queren können. „Das funktioniert allerdings nur morgens auf dem Hinweg, aber nicht mittags auf dem Rückweg“, sagt von Velsen.

Da sich die Schüler auf dem schmalen Bahnsteig drängen, stauen sie sich zudem zwischen den Gleisen und der Fahrbahn. Auf der einen Seite fahren Autos vorbei, auf der anderen Straßenbahnen, und die Kinder stehen dazwischen. Für die Eltern bedeutet das ein wahres Horrorszenario.

„Wir haben in Absprache mit dem Apostelgymnasium sogar schon unsere Schulzeiten verändert“, sagt Ingrid Schulten-Willius, Leiterin der Liebfrauenschule. Der Unterricht der beiden Schulen beginnt und endet nun zehn Minuten versetzt. Doch auch dies habe die „sehr problematische Situation“ nicht entschärft. „Die Schüler sind mittags nach dem Unterricht natürlich viel impulsiver und haben einen größeren Drang nach Bewegung als morgens“, sagt Klaus Zimmermann, Schulleiter des Apostelgymnasiums. Es herrsche „ein ziemliches Gerangel“ unter den Kindern. Zimmermann regt an, dass sich Vertreter der Schulen und der Universität treffen sollten, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen „Es ist besser, darüber zu diskutieren, solange noch nichts passiert ist“, sagt er.

Sowohl Zimmermann als auch Elternvertreterin Christiane von Velsen appellieren an die Straßenbahnfahrer der KVB, im Bereich der Haltestelle nur äußerst langsam anzufahren. „Insbesondere in Richtung Weiden starten derzeit noch immer viele Fahrer sehr schnell und erhöhen damit die Gefahr“, sagt von Velsen.

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