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Liebfrauenschule: Ganz besondere Geschöpfe

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Katharina (v.l.), Pia, Nora, Lisa, Rebecca und Anna sind gespannt auf das Finale, bei dem sie ihre Roboterperformance zeigen dürfen. BILD: EICKLER  Foto: Marion Eickler
Schülerinnen der Liebfrauenschule haben zwei Roboter erschaffen und das Finale des Roboterwettbewerbs NRW erreicht. Gesteuert werden Jake und Lucy über Computerprogramme, die die Mädchen geschrieben haben.  Von
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Ein ganzes Schuljahr lang haben sechs Schülerinnen der erzbischöflichen Liebfrauenschule getüftelt und programmiert, gebaut und gemalt. Neben dem regulären Unterricht haben sie zwei ganz besondere Geschöpfe erschaffen: Jake und Lucy. Und mit den beiden sind die Gymnasiastinnen nun in die Endrunde des Roboterwettbewerbs Nordrhein-Westfalen eingezogen, der vom Zentrum für Innovation (ZDI) am kommenden Samstag in Mülheim an der Ruhr veranstaltet wird. Jake und Lucy sind zwei Roboter, die einen aktionsreichen Bummel über den Jahrmarkt machen.

Bei der Generalprobe sind die Schülerinnen noch etwas nervös: Lisa Reiche, Anna Schumacher und Pia Hildebrandt (allesamt 13 Jahre alt), Nora Korber, Katharina Schüren und Rebecca Diebold (alle 14). Auf dem Boden haben sie das Aktionsfeld aufgebaut.

Das ist eine Platte, versehen mit Farbstreifen, auf denen sich die mit Farbsensoren ausgestatteten Roboter entlang bewegen. Sie reagieren auch auf Licht- und Berührungsreize. Gesteuert werden Jake und Lucy über Computerprogramme, die die Mädchen geschrieben haben. Links und rechts der Farbstreifen sind Jahrmarktsbuden aufgebaut. Die Mädchen sind aufgeregt, als Jake sich auf den Weg macht. Wird sich die Schranke am Eingang zum Jahrmarkt heben? Sie tut es. Ebenso gut funktioniert der „Hau den Lukas“: Jake hebt seinen Arm, schlägt zu – aber noch zu schwach. Doch beim zweiten Versuch holt er den Rekord. Ein Schild schwenkt auf, und es regnet Konfetti. Genauso hatten sie es programmiert, inklusive Fehlversuch.
Die Mädchen jubeln. Lisa erläutert: „Wir benutzten zum Programmieren Module von Lego Mindstorms. Aber wir haben deren Programmiersprache NXG auf Robot C umgestellt. Die eignete sich besser für unsere Zwecke.“ Weiter geht es zum Stand mit den Lebkuchen, von dem Jake dank eines Magneten einen mitnehmen kann. Am daran anschließenden Stand greift er sich noch einen Luftballon. Es folgt der Höhepunkt: Eine gemeinsame Fahrt mit Freundin Lucy auf dem Autoskooter. Die Roboter bewegen sich wie ein Tanzpaar. „Synchronisiert werden die Figuren durch Bluetooth-Technologie, wobei Lucy die Befehle gibt, sie gibt Jake die Bewegungen vor“, erklärt Katharina. Echt wirkt die gesamte Szenerie, weil die Jugendlichen auch Musik einsetzen, in die Anna Jahrmarktsgeräusche passend zur jeweiligen Aktion digital eingebaut hat.

Die Roboter-AG der Liebfrauenschule (LFS) ist ein Angebot im Rahmen der Begabtenförderung der Schule. Die Mädchen sind selbstbewusst im Umgang mit der Technik. Genau das wollen ihre Lehrer Elisabeth Undeutsch und Udo Strang auch erreichen. Undeutsch meint: „Allgemein sind die Mädchen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich immer noch sehr zurückhaltend. Dabei sind sie genauso begabt wie die Jungs.“ Zu Beginn der Roboter-AG im Schuljahr 2011/12 waren unter den mehr als 20 Schülern nur zwei Mädchen, Lisa und Nora.

„Dann wurden wir auf den Wettbewerb des ZDI aufmerksam, in dessen Kategorie Robot-Performance sich nur Mädchen-Teams bewerben dürfen“, schildert die Lehrerin für Mathematik, Informatik und Sport, Elisabeth Undeutsch. Doch zwei Mädchen waren zu wenig, um ein Wettbewerbsteam zu bilden. „Wir zogen los und sprachen Mitschülerinnen an“, erzählt Lisa weiter.

Ihr Team GirLFS nimmt bereits zum zweiten Mal an dem Wettbewerb teil. Im vergangenen Jahr kamen sie in der Endausscheidung auf den vierten Platz. Jetzt drückt die gesamte Schule die Daumen, dass es GirLFS samt Jake und Lucy auf einen der der drei ersten Ränge schaffen.

www.lfs-koeln.de
www.zdi-portal.de

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