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Lkw-Konzept: Lästige Lastwagen im Kölner Westen

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Die Dürener Straße zwischen Militärring und Innerer Kanalstraße soll für den LKW-Durchgangsverkehr gesperrt werden. Foto: Eickler
Das Lkw-Führungskonzept ist wenige Wochen alt, wird aber schon hitzig diskutiert. Die Sperrung der Leverkusener Brücke für Lkw hat die Situation verändert. Von den Bezirksvertretern gibt es Lob, aber auch Ergänzungswünsche.  Von
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Seit die Leverkusener Brücke wegen Baufälligkeit für den Schwerlastverkehr gesperrt wurde, rollen noch mehr Lkw durch die Stadt als sonst. Zwar heißt es mittlerweile, dass die Brücke repariert und vermutlich Anfang März wieder von Lkw befahren werden kann. Doch wenigstens bis dahin bleibt die Situation in den Stadtteilen prekär. Wenige Tage vor dieser Nachricht war in der Bezirksvetretung Lindenthal das Lkw-Führungskonzept vorgestellt worden. Da hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Horst Nettesheim den Vertreter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik, Bernhard Müller, gefragt: "Wie viel ist ihr Lkw-Führungskonzept noch wert, solange die Leverkusener Brücke für den Schwerlastverkehr gesperrt bleibt?" Müller antwortete: "Ich weiß nur eins, bei uns in der Verwaltung herrscht Aufruhr. Es wäre ein Katastrophe, wenn die Sperrung wider Erwarten länger andauerte."

Zumal zum Beispiel im Westen die Situation schon vor Sperrung der Leverkusener Brücke prekär war. Immer mehr Brummis rollen durch den Bezirk Lindenthal. Die Fahrer versuchen, den Staus auf dem Autobahnring oder der Militärringstraße auszuweichen, indem sich über die Aachener, die Dürener und andere Straßen abfahren und sich durch die Stadt quetschen. Grundsätzlich begrüßte die Bezirksvertretung daher das neue Lkw-Führungskonzept, hielt es aber für ergänzungswürdig.

Straßen ohne LKW-Verkehr

Immer mehr LKW fahren durch den Kölner Westen.
Immer mehr LKW fahren durch den Kölner Westen.
Foto: KStA-Grafik

Anders als im bisher gültigen Konzept von 1992 werden nun einige Straßen im Stadtbezirk vom Lkw-Verkehr ausgenommen. Dabei handelt es sich um die Bahnstraße und die Brauweilerstraße, die Widdersdorfer Landstraße, die Dürener Straße zwischen Universitätsstraße und Militärring, die Kerpener Straße zwischen der Universitätsstraße und dem Lindenthalgürtel sowie die Gleueler Straße zwischen Lindenthalgürtel und Militärringstraße. Allerdings war ein Teil dieser Straßen in der Zwischenzeit durch Einzelanordnungen ohnehin für den Schwerlastverkehr gesperrt worden.

Ein paar Verbesserungsvorschläge gab das Stadtteilparlament Müller einstimmig mit auf den Weg. Die Gleueler Straße soll nicht als Zufahrtsstraße zum Gewerbegebiet Marsdorf ausgewiesen werden, der Gottesweg zwischen der Luxemburger und der Rhöndorfer Straße nicht als Zufahrt zum Gewerbegebiet Zollstock. "Letzteres kann schon heute gut über den Guterbahnhof Eifeltor erreicht werden", meinte Sabine Pakulat (Grüne).

Warten auf Vollanschluss der A4

Nettesheim forderte zudem, dass die Aachener Straße zwischen Bonnstraße und der Autobahn A1 komplett aus dem Lkw-Führungskonzept herausgenommen werden müsse. "Wenn die Aachener Straße, die selbe Verkehrsfunktion übernehmen soll, wie der Militärring und die Bonnstraße, dann ist das eine Bankrotterklärung gegenüber den Menschen, die dort leben", so der CDU-Fraktionsführer. Müller zeigte Verständnis, gab aber zu bedenken, dass dieser Vorschlag erst mit dem Vollanschluss der A 4 umsetzbar würde. Deren Anschlussstelle Frechen-Nord soll erweitert, die Auf- und Ausfahrt in und aus Richtung Köln ausgebaut werden.

Aus diesem Grund formulierte die Bezirksvertretung ihre Forderung folgendermaßen: "Sobald der Vollanschluss der A 4 an die Bonnstraße realisiert ist, soll die Aachener Straße zwischen der Autobahn A 1 und der Bonnstraße komplett aus dem Lkw-Führungsnetz herausgenommen werden." Der so geänderten Beschlussvorlage stimmte das Stadtteilparlament ohne Einschränkung zu.

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