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Sidol-Gelände: Wohnungen, Büros und ein Park

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Die Conciergeloge (l.) und ein Café bilden künftig das Entree. Foto: Dornieden-Bau
Das neue Wohnquartier auf dem ehemaligen Sidol-Gelände nimmt Formen an. Im ehemaligen Hauptgebäude sollen Büros entstehen. Außerdem sollen Wohngebäude und eine große Parklandschaft entstehen.  Von
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Braunsfeld/Müngersdorf

Der erste Bauabschnitt steht kurz vor der Fertigstellung, der zweite wächst, für den dritten und letzten erwartet die Dornieden Generalbau GmbH in Kürze die Baugenehmigung. 400 Wohneinheiten entstehen derzeit auf dem Gelände der ehemaligen Sidolwerke zwischen Eupener und Herbesthaler Straße. Im Jahr 2010 hat die Firma aus Mönchengladbach das rund 54 000 Quadratmeter große Grundstück gekauft. 2016 soll alles fertig sein.

Während das Wohnquartier also wächst, wissen die Verantwortlichen im Unternehmen noch immer nicht genau, was sie mit dem unter Denkmalschutz stehenden Hauptgebäude der ehemaligen Sidolfabrik auf dem Gelände anfangen sollen. Es war 1926/27 nach Plänen des Architekten Otto Müller-Jena im Bauhausstil errichtet worden.

Nutzungskonzept für das Denkmal


Foto: KStA-Grafik

Immerhin steht schon fest, dass dort keinesfalls Wohnungen entstehen. „Wenn wir sämtliche Auflagen des Denkmalschutzes einhalten wollen, ist das Gebäude als Wohnraum nicht nutzbar zu machen. Wir tendieren zu einer gewerblichen Nutzung. Vermutlich werden dort Büros entstehen“, erklärte der Geschäftsführer, Martin Dornieden. Noch arbeite man an einem Nutzungskonzept für das Denkmal. Aber erste Anfragen von Interessenten lägen bereits vor.

Trotz der noch nicht ganz geklärten Perspektive für das Haupthaus zeigte sich die Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker sehr zufrieden darüber, wie es auf der Baustelle vorangeht: „Wir benötigen Wohnraum, aber der Stadtbezirk Lindenthal bietet kaum noch freie Flächen. Hier konnte eine Industriebrache als Lebensraum zurück gewonnen werden.“

Viele Annehmlichkeiten im Wohnquartier

Architektonische Anklänge an den Bauhaus-Stil zeigen die fast fertigen ersten Wohngebäude.
Architektonische Anklänge an den Bauhaus-Stil zeigen die fast fertigen ersten Wohngebäude.
Foto: Eickler

Auf dem Gelände wird neben Wohngebäuden, Büro- und Gewerbeflächen eine gut 20 000 Quadratmeter große Parklandschaft mit neun verschiedenen Themengärten entstehen. Das Wohnquartier bietet auch sonst viele Annehmlichkeiten. Die zukünftigen Mieter oder Eigentümer der Wohnungen können beispielsweise auf einen umfassenden Concierge-Service in Anspruch nehmen. Auf Wunsch sieht der Pförtner, der in einem der historischen Rundbauten an der Eupener Straße residiert, nach der Wohnung, wenn man auf Reisen geht, gießt die Blumen oder kümmert sich um die Wäsche. Auch werden voll ausgestattete Appartements zur Verfügung stehen, die man bei Bedarf für seine Gäste anmieten kann, ebenso Konferenzräume.
Die Kaltmieten werden zwischen zehn und 14 Euro liegen, die Kaufpreise zwischen 3000 und 4500 Euro pro Quadratmeter.

Die Bezirksbürgermeisterin erinnerte an die Geschichte des Ortes, die nicht nur erfreuliche Kapitel aufzuweisen hat. Die Fabrik war 1903 von Oskar Siegel und Eugen Wolff gegründet worden und seit den 1920er Jahren an der Eupener Straße ansässig. „Wolff war Jude und wurde im Dritten Reich enteignet“, schilderte Blömer-Frerker. Die Bezirksvertretung freue sich daher, wenn an ihn mit der Benennung einer Straße in dem Wohngebiet erinnert würde.

Martin Dornieden zeigt Ausstattungsvarianten für die neuen Wohnungen.
Martin Dornieden zeigt Ausstattungsvarianten für die neuen Wohnungen.
Foto: Eickler

Außerdem waren auf dem Gelände im Zweiten Weltkrieg circa 250 meist polnische Zwangsarbeiter kaserniert, die im Sidol-Werk arbeiten mussten. Zu dieser Zeit wurde dort auch Sprengstoff hergestellt. Dornieden versprach, beidem Rechnung zu tragen: „Wir werden eine würdige Gedenktafel am Hauptgebäude anbringen, auf der man die Geschichte nachlesen kann.“

www.dornieden.com

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