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Weihnachts-Aktion: Treffen am lebendigen Andventsfenster

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Mit viel Liebe zum Detail und mit künstlerischem Talent wurden die Figuren für die Krippe von den Widdersdorfern gestaltet. Foto: Kreikebaum
Neubürger und alteingesessene Widdersdorfer finden in der Weihnachtszeit zusammen. Jeden Abend wird im Rahmen der Aktion „Lebendige Adventsfenster“ gemeinsam vor einem anderen Haus gefeiert - und das bereits seit drei Jahren.  Von
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Widdersdorf

Die Weihnachtskrippe nimmt im evangelischen Gemeindehaus in etwa so viel Platz ein wie das Neubaugebiet von Norbert Amand in Widdersdorf: gefühlt die Hälfte. Für Eva Steinrücke schafft die Krippe freilich, was das Neubaugebiet nicht immer schafft: Es verbindet Menschen. Und das auch, weil es seit drei Jahren in Widdersdorf eine Adventsfenster-Aktion gibt, die die alte Dame mitorganisiert.

Eva Steinrücke ist 86 Jahre alt, neugierig, reflektiert und ziemlich meinungsstark. Sie fährt noch Auto und gibt Entspannungskurse, seit drei Jahren engagiert sie sich für die Aktion „Lebendiges Adventsfenster“ der evangelischen Kirche, obwohl sie nicht in der Kirche ist. Sie sagt: „Ich mache überall mit, wo es mir gefällt. Ich bin da sehr unabhängig.“

Alte und neue Bürger zusammengebracht

Ein Ausschnitt aus der großen Weihnachtskrippe, die im evangelischen Gemeindehaus zu sehen ist.
Ein Ausschnitt aus der großen Weihnachtskrippe, die im evangelischen Gemeindehaus zu sehen ist.
Foto: Kreikebaum

Die Adventsfenster-Aktion gefällt Steinrücke, weil sie „Neubürger und alteingesessene Widdersdorfer so schön zusammenbringt“. Die Aktion geht so: Jeden Tag im Advent schmückt ein so genannter Pate ein Fenster oder die Tür bei sich zu Hause: Plüschtiere, Tannengrün, Sterne, Kerzen, Nikoläuse, Lichterketten, Fichtenzapfen, Lametta – alles ist erlaubt. Versteckt wird in dem Fenster eine Figur der gewaltigen Weihnachtskrippe aus dem winzigen Gemeindehaus. Das kann eine traditionelle Krippenfigur sein, aber auch ein Eisbär oder ein Pinguin, eine kölsche Figur, eine chinesische oder eine afrikanische. Die Widdersdorfer Weihnachtskrippe ist multikulturell. Menschen aus der Gemeinde haben die Figuren aus der ganzen Welt mitgebracht, ein Widdersdorfer hat die Kulisse gestaltet. Und jährlich wird die Krippe größer.

Die Kinder sollen – so will es wenigstens die Idee – die Figur am Adventsfenster suchen. Gemeinsam bringen die Teilnehmer die Figur dann zurück zur Krippe. An den Haustüren der Adventsfenster-Paten wird gesungen, oft gibt es einen Punsch oder einen kleinen Snack. Auch am Gemeindehaus werden Lieder angestimmt.

Jeden Tag ein anderes Haus

Die Idee sei ja nicht neu, sagt Steinrücke, und doch so schön. „Denn jeden Tag ziehen wir an ein anderes Haus ins Widdersdorf. Im vergangenen Jahr waren wir zu ungefähr der Hälfte der Tage in neuen und alten Ortsteilen.“ Die vielen neuen jungen Menschen, Familien mit Kindern in dem Ort, findet Eva Steinrücke, Mutter von sechs Kindern, belebend. Dem Bauunternehmer Amand ist sie nicht gram ob seines gewaltigen Projekts, nur das Geschäftesterben im alten Ortskern bereitet ihr Sorgen – sie wohnt im alten Teil von Widdersdorf. „Einkäufe muss ich inzwischen mit dem Auto erledigen.“ Zu den Adventsfenstern geht sie freilich noch zu Fuß.

Widdersdorfer, die bei der Aktion mitmachen wollen, treffen sich täglich um 17.30 Uhr vor dem Haus der Fenster-Paten. Los geht es am Samstag, 1. Dezember, vor dem Haus Unter Gottes Gnaden 191.

E-Mail-Kontakt: lebendiger.Adventskalender@gmx.de

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