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Elizabeth George: Freundschaft zwischen Mann und Frau

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Bestseller-Krimiautorin Elizabeth George in der Oper am Dom. Foto: stefan worring
Die Zeit ist für Bestseller-Autorin Elizabeth George nicht das Wichtigste: Ihr Inspektor Lynley ist in einem Vierteljahrhundert gerade einmal um sechs Jahre gealtert. Am Donnerstag stellte die Amerikanerin den 17. Band ihrer Erfolgsserie in der Oper am Dom vor.  Von
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Jetzt ist es raus: Detective Sergeant Havers und  Inspektor Lynley werden nie ein Paar sein. „Die beiden sind der beste Beweis dafür, dass  Freundschaften zwischen einem  Mann und einer Frau möglich sind“, sagt Elizabeth George. Das Publikum in  der voll besetzten Oper am Dom atmet hörbar auf. Das wäre schon einmal geklärt.

Fast zwei Stunden stand die amerikanische Krimischreiberin am Donnerstagabend der Moderatorin Margarete von Schwarzkopf Rede und Antwort und gab  Auskunft über eine der erfolgreichsten  Krimireihen der vergangenen  25 Jahre. Im Mai 1988 erschien in den USA der erste Roman der anglophilen Autorin. Ein Jahr später  kam „Gott schütze dieses Haus“, der Auftakt der Inspektor-Linley-Reihe, auch in Deutschland auf den Markt. Im vergangenen Jahr präsentierte  Elizabeth George  die nunmehr  17. Folge ihrer Erfolgsserie: „Glaube der Lüge“.

Der nächste Lynley ist in Arbeit

Daraus las an diesem Abend der Schauspieler Stefan Wilkening. Zwei Gebärden-  und zwei Schriftdolmetscherinnen   machten das gesprochene Wort auch für diejenigen im Publikum verständlich, die sich schwertun mit dem Hören.

Gerade mal sechs Jahre ist der attraktive Lynley älter geworden seit Erscheinen des ersten Bandes vor 25 Jahren. Elizabeth George muss selber schmunzeln über die Diskrepanz zwischen den realen und den fiktiven Zeitenläuften. „Die Zeit ist nicht das Wichtigste“, sagt sie. „Wichtig ist allein die  Entwicklung der Figuren.“

Auch die Autorin hat in diesem Viertel Jahrhundert manches dazulernen müssen. „Die  Forensik hat enorme Fortschritte gemacht“, erzählt  sie.  „Früher konnte ich schreiben: Der Tatort war verunreinigt, man fand nur ein paar verwischte Fingerabdrücke.   Das funktioniert heute nicht mehr. Inzwischen gibt es DNA-Analysen und andere Verfahren, um dem Täter auf die Spur zu kommen.“ In all das musste  sich die ehemalige Lehrerin   peu à peu hineinarbeiten.

Doch auch das sein ein Vergnügen gewesen, versichert Elizabeth George. „Für mich ist der Anreiz beim Schreiben,  gute Geschichten zu erzählen und meine Charaktere weiterzuentwickeln“. Der nächste Lynley ist in Arbeit.

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