Am heutigen Montagmorgen hat Albert Streit, Mittelfeldspieler des Fußball-Regionalligisten FC Viktoria Köln, die Vereinsführung um eine vorläufige Freistellung vom laufenden Trainings- und Spielbetrieb gebeten. Der 32-Jährige Ex-Profi hatte am Samstag in der Halbzeitpause der Partie seines Klubs beim VfL Bochum II (Endstand: 0:4) vom Schiedsrichter die rote Karte gesehen, weil er den Bochumer Spieler Fabian Götze im Kabinengang angeblich geohrfeigt hatte.
Streit, der seit Januar für den Tabellendritten spielt, beteuert seine Unschuld und sagt: "Richtig ist, dass es ein Handgemenge gab. Geschlagen habe ich aber niemanden." Kölns Sportlicher Leiter Franz Wunderlich kann die Entscheidung des Spielers, der innerhalb von gut drei Wochen nun zum zweiten Mal des Feldes verwiesen worden ist, gut verstehen: "Es ist wichtig, dass sich Albert jetzt sammeln kann. Wir glauben ihm zu Hundert Prozent, dass er seinen Gegenspieler nicht geschlagen hat."
Das Schiedsgericht des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbands (WFLV) wird vermutlich Ende dieser oder Anfang nächster Woche über die Dauer von Streits Sperre befinden. Ob der einstige Berufsfußballer überhaupt noch einmal für Viktoria Köln aufläuft, scheint derzeit ungeklärt: "Generell möchte er sich auch mit seiner Familie beraten, ob es überhaupt noch Sinn für ihn macht, aktiv Fußball zu spielen", erklärte Team-Manager Ingo Haselbach.
Kurioses Alibi
Im Express hatte Wunderlich zuvor verkündet: „Wir haben beschlossen, Albert bis auf Weiteres zu suspendieren.“
Streit hatte sich ein kurioses Alibi zurechtgelegt: „Meinen Sie, der hätte weiterspielen können, wenn ich ihn geschlagen hätte?". (mit sid)


