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Fritz Ohrem: „Wir geben uns noch nicht geschlagen“

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Denkt noch lange nicht ans Aufhören: Der Trainer des BC Bliesheim, Fritz Ohrem.  Foto: maGro/Weingarten
Fritz Ohrem, Trainer des Fußball-A-Ligisten BC Bliesheim, hat den Aufstieg in die Bezirksliga noch nicht abgeschrieben. Derzeit rangiert seine Mannschaften auf dem vierten Tabellenplatz, sieben Punkte hinter Lommersum.
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Herr Ohrem, im Sommer sind Sie als Trainer mit dem BC Bliesheim aus der Fußball-Bezirksliga abgestiegen. Nach der Hinrunde rangiert Ihr Team nun auf dem vierten Platz in der Euskirchener Kreisliga A – der Rückstand auf den Tabellenführer, SSV Lommersum, beträgt bei einem Spiel weniger sieben Punkte. Wie lautet Ihr Zwischenfazit?

Fritz Ohrem: Wenn man bedenkt, dass uns regelmäßig wichtige Leistungsträger gefehlt haben, bin ich mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. Man darf nicht vergessen, dass Führungsspieler wie Christoph und Markus Hemmersbach, Kevin Horn oder Christian Altvater die meiste Zeit nicht zur Verfügung standen. Markus laboriert zur Zeit erneut an einem Ermüdungsbruch und ist voraussichtlich erst ab März wieder einsatzfähig. Trotzdem haben wir die Chance, in der Rückrunde oben anzugreifen. Wenn alle fit sind, können wir vor allem fußballerisch 30 bis 40 Prozent drauflegen.

Der BCB kassierte bislang nur 14 Gegentore und stellt damit die beste Defensive der Liga. Negativ fällt dagegen auf, dass Ihr Team lediglich drei von sieben Heimspielen gewonnen hat. Woran liegt das?

Ohrem: Es ist ärgerlich, dass wir zu Hause erst elf Punkte geholt haben. Gegen Erftstadt II oder Sötenich haben wir zum Beispiel gut gespielt und sogar geführt, kurz vor Schluss allerdings jeweils den Ausgleich hinnehmen müssen. Dort hat sich das angesprochene Fehlen unserer erfahrenen Akteure bemerkbar gemacht.

Planen Sie in der Winterpause Verstärkungen, um im Zweifelsfalle mögliche weitere Ausfälle kompensieren zu können?

Ohrem: Die Gespräche, die wir geführt haben, sind bislang ohne Ergebnis geblieben. Unser primäres Ziel ist es ohnehin, unserem talentierten Nachwuchs eine Perspektive zu bieten. Wir haben in Bliesheim zwei A-Junioren-Teams, von denen einige Spieler im Sommer in den Seniorenbereich wechseln sollen. Diese Jungs werden die Wintervorbereitung komplett mit der ersten Mannschaft absolvieren und können sich dort beweisen. Tim Möller und Yanik Rachwall hatten beispielsweise schon ihre Einsatzzeiten bei uns. Yanik hat uns mit seinem Treffer in Oleftal sogar den Sieg gesichert.

Zur Person

Fritz Ohrem (60) coacht den BC Bliesheim bereits in der fünften Saison. Nach dem Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga (2010), erreichte der BCB auf Anhieb den vierten Platz, stieg im Folgejahr allerdings in die Kreisliga A ab. Vor seiner Tätigkeit in Bliesheim war der Angestellte der Stadt Kerpen bereits in Herrig, Gymnich, Dirmerzheim und Badorf/Pingsdorf als Trainer tätig.

Langfristig setzt man in Bliesheim also auf die eigene Jugend?

Ohrem: Ja. Und ich gehe davon aus, dass wir auf lange Sicht mit diesem Konzept Erfolg haben werden. Wir haben einige Nachwuchskräfte, die gewillt sind und den Sprung schaffen können. Diese Spieler sollen langfristig an den Verein gebunden werden. Der TuS Zülpich oder der TuS Mechernich zeigen in dieser Saison eindrucksvoll, dass man auch mit einem sehr jungen Team erfolgreich sein kann. Ganz ohne erfahrene Akteure geht jedoch es auch nicht.

Was kann der BC Bliesheim in der Rückrunde erreichen? Ist der Aufstieg noch möglich?

Ohrem: Für mich sind die Lommersumer favorisiert, da sie in der Hinrunde kein Spiel verloren haben. Aber ich denke, dass es an der Tabellenspitze bis zum Ende spannend bleiben wird. Wir geben uns auch noch nicht geschlagen. Wenn wir das erste Rückrundenduell gegen Erftstadt und das anschließende Nachholspiel gegen Mutscheid gewinnen sollten, wären wir wieder voll im Rennen. Meine Mannschaft ist gewillt aufzusteigen und bereit alles dafür zu tun – es war auch Wunsch der Spieler, dreimal in der Woche zu trainieren.

Sie haben im Juli Ihren 60. Geburtstag gefeiert. Wie lange wollen Sie noch Trainer sein?

Ohrem: Ich habe die Schnauze noch lange nicht voll und verschwende derzeit keinen Gedanken ans Aufhören. Ich sehe in Bliesheim eine gute Perspektive, besonders im Nachwuchsbereich. Ich habe Spaß daran, die Jungs in ihrer persönlichen Entwicklung voranzubringen. Daher gehe ich davon aus, dass ich mindestens noch ein Jahr dranhänge.

Weiterhin mit Christoph Hemmersbach als Co-Trainer an Ihrer Seite?

Ohrem: Am liebsten schon. Christoph macht eine hervorragend Arbeit und gibt seine Erfahrung an die jungen Spieler weiter. Mir, ihm und vor allen Dingen auch dem Team macht die Zusammenarbeit Spaß. Das ist das Wichtigste. Es ist angedacht, dass er meinen Job in absehbarer Zeit übernimmt. Vielleicht arbeiten wir aber auch noch länger zusammen.

Das Gespräch führte Stefan Kühlborn

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