Herr Scherz, Sie haben am Dienstagabend einen Vertrag bis zum Saisonende beim Fußball-Regionalligisten SC Fortuna Köln unterschrieben. Wie kam es dazu?
Matthias Scherz: Bisher habe ich eine Hospitation im Rahmen meiner Trainerausbildung gemacht. Mich hat es jetzt aber einfach noch mal gereizt, selbst zu spielen. Und da habe ich Kontakt zu Trainer Uwe Koschinat aufgenommen und ihn darüber nachdenken lassen.
Sie werden nächste Woche 41 Jahre alt. Trauen Sie sich die Regionalliga körperlich noch zu? Ihre Gegenspieler sind ja keine Freizeitkicker.
Scherz: Ja, natürlich. Sonst hätte ich den Vertrag ja nicht unterschrieben.
Was sind Ihre sportlichen Ambitionen? Man unterzeichnet eigentlich keinen Vertrag, um dann nur auf der Bank oder der Tribüne zu sitzen.
Scherz: Für die zwei Partien vor der Winterpause geht es für mich darum, dass ich im Kader stehe. Ich bin ja auch beim FC oft genug von der Bank gekommen. Aber nach dem Jahreswechsel ist es für mich ganz klar das Ziel, von Beginn an zu spielen.
Sie wären 2013 also gerne eine Stammkraft beim Regionalliga-Tabellenführer?
Scherz: Natürlich, nur um einen Kaderplatz zu bekommen, mache ich das nicht.
Was verspricht sich der SC Fortuna Köln von der Zusammenarbeit?
Scherz: Das kann ich gar nicht so genau sagen. Aber mit dem, was ich in meiner Bundesliga-Zeit erlebt habe, kann ich die jüngeren Spieler natürlich unterstützen und ihnen in schwierigen Phasen eine Hilfestellung geben.
Was bedeutet Ihr neues Engagement für den „Seitenwechsel 2.0“, Ihre Fußball-Kolumne im „Kölner Stadt-Anzeiger“?
Scherz: Ich werde den „Seitenwechsel“ noch ein Mal schreiben, nach dem übernächsten Wochenende. Danach werde ich ausscheiden. Ich kann nicht selber spielen und dann noch darüber schreiben. Das wäre ein schmaler Grat, auf dem ich mich bewege.
Das Gespräch führte Christian Krämer


