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Sascha Lewandowski: Ein Cheftrainer für die Weiterbildung

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Sascha Lewandowski.  Foto: Bongarts/Getty Images
Der scheidende Profi-Trainer von Bayer 04 Leverkusen, Sascha Lewandowski, geht ab Sommer seinen Tätigkeiten als Nachwuchs-Cheftrainer nach. Wie genau diese aussehen werden, erklärt Bayers Jugendleiter Jürgen Gelsdorf.  Von
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Sascha Lewandowski zieht um. Zur kommenden Saison verlegt der scheidende Profi-Trainer von Bayer 04 Leverkusen sein Büro von der BayArena zurück an den Kurtekotten, wo er ab Sommer seinen Tätigkeiten als Nachwuchs-Cheftrainer nachgehen wird. Wie genau diese aussehen werden, erklärt Bayers Jugendleiter Jürgen Gelsdorf, der demnächst Lewandowskis  direkter Vorgesetzter ist: „Seine Kernkompetenzen werden die Weiterbildung der Nachwuchstrainer und die Belastungssteuerung der Spieler zwischen der U 17 und U 21.“

So sei der 41-Jährige auf seiner neu geschaffenen Stelle Ansprechpartner für Ralf Minge (U-21-Trainer), Nils Drube (U 19) und Tom Cichon (U 17) und würde in gemeinsamen Sitzungen die Arbeit aller Trainer reflektieren.

An direkter Arbeit auf dem Trainingsplatz wird Lewandowski kaum beteiligt sein. „Wir schließen es allerdings nicht aus“, betont Gelsdorf. „Er soll aber kein Oberlehrer sein. Die jeweiligen Nachwuchstrainer bleiben in ihren Entscheidungen frei.“ Dass sich Minge, Drube oder Cichon künftig dennoch überwacht fühlen könnten, befürchtet Gelsdorf nicht, auch wenn die Beurteilung ihrer Arbeit ebenfalls unter Lewandowskis  Aufgabenbereich fällt. „Es ist ja nicht so, als hätten wir einen völlig Fremden auf diese Stelle gesetzt, die Leute kennen sich ja untereinander. Sascha soll zwar auch die Arbeit der Kollegen beurteilen, aber es soll sich niemand kontrolliert fühlen“, so Gelsdorf. „Und wenn das in der täglichen Arbeit doch einmal passieren sollte, dann kann man das nicht ändern. Derjenige hätte dann das System nicht verstanden. Aber alle Diskussionen werden künftig auf Augenhöhe stattfinden.“

Für Bayers Jugendleiter ist die Zeit der strikten Trennung zwischen Chef- und Co-Trainer ohnehin vorbei – das erfolgreiche Konzept Lewandowski/Sami Hyypiä führt er als Beweis  an. „Dass der Assistent nur dazu da ist, alles abzunicken und die Bälle aufzupumpen, ist nicht mehr zeitgemäß.“

Drube freut sich auf die Kooperation

Nils Drube, Trainer von Bayers U 19, freut sich auf die Kooperation. „Das ist ein großer Schritt in Richtung Professionalisierung. Ich persönlich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit“,  meint der Coach. „Sascha weiß aus seiner Zeit in der Lizenzabteilung noch besser, welche Qualitäten bei den Spielern gefragt sind. Ein Kompetenzgerangel fürchtet auch Drube nicht: „Meine Gespräche mit ihm waren immer auf Augenhöhe. Und von kontroversen Diskussionen kann man ja häufig  profitieren.“

Auch Ralf Minge, Trainer der Leverkusener Regionalliga-Mannschaft, blickt der Zusammenarbeit optimistisch entgegen, wenn auch – im Gegensatz zu seinem Kollegen Drube – mit etwas gebremster Euphorie. „Ich halte es für einen Schritt nach vorn. Es gab ja in dieser Saison einige Berührungspunkte zwischen Nachwuchs und Profis. Und der Austausch war immer ein großer Benefit“, sagt Minge. „Aber alles andere wird ab der nächsten Saison der Alltag bringen, da lasse ich mich überraschen. Einen gemeinsamen Termin gab es noch nicht.“

Lewandowski wird zudem an der personellen Komposition der Leverkusener Nachwuchsteams maßgeblich beteiligt sein, „in Zusammenarbeit mit Sportchef Rudi Völler, Kadermanager Michael Reschke und meiner Wenigkeit“, wie Jugendleiter Gelsdorf erklärt.

In der Praxis wird es dann beispielsweise darum gehen, welchem Talent aus der Regionalliga-Mannschaft mit einem Ausleihgeschäft Spielpraxis in einer höheren Liga verschafft werden könnte, oder welcher B-Jugendliche bereits das Zeug für die U 19 hat.  Lewandowskis Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2016.

 

 

 

 

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