29.07.2016
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Lucy Memorial School: Zu Gast bei Freunden in Amairi

Lucy Memorial School

Fußball gespielt wird an der Lucy Memorial School in Nigeria mit Trikots vom FC Geistingen und vom FC Hennef. Das Match vor den deutschen Besuchern entschied übrigens der FC Hennef für sich.

Hennef -

Leander Heller und Michael Schneider stehen noch sichtlich unter den Eindrücken ihrer Nigeria-Reise. Gemeinsam mit dem Ehepaar Dagmar und Hans Jagsch, ihrer Lehrerin Friederike Hachmeier und der ehemaligen Schülerin Catharina Janz sind sie erstmals zu Besuch gewesen an der Lucy Memorial School, der Partnerschule des Städtischen Gymnasiums in Amairi. Die Henneferin Lucy Raderschad hatte dem Ordensbruder Father James, der damals in der Stadt an der Sieg gearbeitet hatte, 10.000 Mark vermacht - die Grundlage für die Bildungseinrichtung im fernen Afrika.

Mit Fördergeldern des Landes aus dem Topf „Konkreter Friedensdienst“ wurden die rund 1000 Euro teuren Flüge finanziert. „Wir wollten sehen, wie die Jugendlichen dort unten leben und lernen“, erzählte Heller. „Es ging uns um aktive Hilfe im Projekt: Wir wollten die Partnerschaft stärken.“ Begeistert war die deutsche Delegation vom feierlichen Empfang zu Beginn der zwei Wochen in Afrika. Catharina Janz, aktives Mitglied der Nigeria-AG, berichtet: „Der Schülersprecher hat eine Rede für uns gehalten, der Chor Lieder gesungen und eine Mädchengruppe für uns getanzt.“ Seit der siebten Klasse schon wollte Janz nach Afrika, jetzt, in ihrer Ausbildung zur Lehrerin, hat es geklappt.

Besonders die Wissbegierde hat die Hennefer dort fasziniert. Bei Reisen im Land erlebten sie Armut hautnah, aber auch tiefe Gläubigkeit und Lebensfreude. Selbst wer wenig habe, gebe gerne - Gastfreundschaft werde groß geschrieben. „Wir haben afrikanische Gewänder geschenkt bekommen, die nach Augenmaß genäht worden waren. Wir haben sie angezogen - und sie passten“, freut sich etwa Michael Schneider. „Es war eine tolle Erfahrung, und ich bin stolz darauf erzählen zu können, dass ich von einer Schule mit einem Projekt in Afrika komme.“

Rege Kontakte haben sich angebahnt, die den Partnerschaftsgedanken ganz sicher vertiefen werden - weit mehr, als eine Brieffreundschaft leisten könnte. Ein dickes Lob schickten die Schüler und Lehrer an die Familie Jagsch: „Ohne die wäre das gar nicht gegangen.“ Seit 2000 betreut das Paar die Partnerschaft der beiden Schulen, bringt jährlich Hilfsgüter und Baumaterialien zur Lucy Memorial School.

Im benachbarten Behindertenheim waren die sechs Deutschen gut untergebracht. Der Regierungspräsident hatte noch Bedenken geäußert, schließlich gilt das Land als nicht ungefährlich. Doch der Orden von Father James, die „Daughters of Mary, Sisters of Mercy“ sowie der Männerorden „Sons of Mary, Brothers of Mercy“ sorgten für die Sicherheit der Gäste, die voller Erlebnisse zurückgekehrt sind.


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