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Kreispolitik: CDU will Kraftwerk auf Mülldeponie

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Die CDU bittet den Kreis, zu prüfen, ob auf dem Gelände der Mülldeponie (hier ein Archivbild) ein Pumpspeicherkraftwerk errichtet werden kann. Foto: Joachim Sprothen
Es klingt wie ein Scherz: Die CDU-Kreistagsfraktion will, dass der Kreis überprüft, ob auf dem Gelände der Mülldeponie und den Stollen des alten Bleibergwerks ein Pumpspeicherwerk errichtet werden soll.  Von
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Kreis Euskirchen/Strempt

Karneval ist vorbei, und der 1. April noch in weiter Ferne. Aber das, was CDU-Fraktionschef Josef Reidt namens der CDU-Kreistagsfraktion in einem aktuellen Antrag an Landrat Günter Rosenke auf die Schiene setzen will, klingt erst mal wie ein Scherz: In der nächsten Sitzung des Fachausschusses soll die „Überprüfung des Standortes der Mülldeponie und des Bleibergwerkes Mechernich“ diskutiert werden.

Letztlich soll die Kreisverwaltung das Gelände der Mülldeponie einschließlich der unterirdischen Stollen des alten Bleibergwerks dahingehend überprüfen, ob dieser Standort für eine regenerative Energieanlage in Verbindung mit der Errichtung eines Pumpspeicherwerkes sowie einer Windkraftkonzentrationsanlage infrage kommt.

Umfrage

Die CDU begründet ihren Antrag zunächst ganz allgemein mit der energiepolitischen Forderung, regenerative Energie auch bei Windstille zur Verfügung stellen zu können. Die Energiewende werde in Zukunft vor allen Dingen davon abhängen, ob es bei der Gewinnung von elektrischer Energie mittels Windkraftanlagen gelinge, regenerative Energie auch dann zur Verfügung zu stellen, wenn die Windräder still stehen. Und das ganz ohne die Verbrennung fossiler Energieträger.

Wasser in Strom umwandeln

Für eine derartige Lösung kommen Pumpspeicherwerke infrage, die in Zeiten der Produktion von überschüssigem Strom aus Windkraftanlagen Wasser aus einem tiefer gelegenen Reservoir in ein höher gelegenes pumpen. Die so gespeicherte Energie kann in windschwachen Zeiten über das Ablassen von Wasser auf tiefer gelegene Turbinen in Strom umgewandelt werden.

Bei der von der Union geforderten Überprüfung geht es vor allen Dingen um die Klärung der Frage, ob die Turbinen in den Stollen des alten Bleibergwerks positioniert werden und die Stollen gleichzeitig als Wasserreservoir dienen können. Von da könne in windreichen Zeiten das Wasser wieder in den höher gelegenen Speicher gepumpt werden.

Ähnliche Lösungen würden zwischenzeitlich in alten Bergwerken des Ruhrgebiets unter Beteiligung der RWE-Firma Innogy geprüft. Dort sollen Windkraftanlagen auf den windreicheren Kuppen der Halden gebaut und gleichzeitig in der Nähe ein Pumpspeicher errichtet werden, aus dem das Wasser über Rohre auf die Turbinen in die Bergwerksstollen abgelassen und Strom erzeugt wird.

Unterirdisches Reservoir

Wenn es die Möglichkeit gebe, einen solchen Energiekreislauf auf dem Deponiegelände zu verwirklichen, hat dies laut CDU den Vorteil, dass das Gelände rekultiviert und gleichzeitig unter Einbeziehung der Stollen als unterirdisches Wasserreservoir eine moderne regenerative Energieanlage geschaffen werden könne.

Das sei darüber hinaus angesichts der durch den Bergbau geschädigten Landschaft ein weit geringerer Eingriff in den Natur- und Artenschutz, als dies bei Errichtung einer solchen Anlage in den Höhenregionen der Eifel der Fall wäre. Am Rursee beispielsweise gibt es derzeit Bestrebungen zum Bau eines Speicherkraftwerkes – und heftigen Gegenwind aus der Bevölkerung.

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