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Sicherheit: Brücke geriet aus den Fugen

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Noch bis mindestens Oktober ist der Kirchberg in Kommern wegen Brückensanierung komplett für den Verkehr gesperrt. Foto: Günter Hochgürtel
Das historische Bauwerk zwischen Kirche und Pfarrhaus, das aus dem 19. Jahrhundert stammt, muss aufwendig saniert werden. Der Kirchberg bleibt voraussichtlich bis Oktober gesperrt.  Von
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Mechernich-Kommern

Wenn die Sonnenstrahlen vormittags durch die dichten Blätter der hochstehenden Bäume an der Kommerner Kirche St. Severinus blinzeln und man zwischen Burg und Gotteshaus in Richtung Burgpark geht, denkt man nur: „Was für ein wunderschönes Fleckchen Erde.“ Damit das auch so bleibt, ist der Kirchenvorstand bemüht, das historische Ensemble in Schuss zu halten.

Dazu gehört auch die kleine Brücke, die das Gotteshaus mit dem Pfarrhaus verbindet. „Die Fugen waren nicht mehr in Ordnung, so dass der Kraftschluss im Bogen gefährdet war“, erläuterte Bernhard Sauer im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Der Architekt überwacht die Ertüchtigungsarbeiten der Brücke, die im April begonnen wurden und vermutlich erst im Oktober abgeschlossen werden. So lange bleibt auch der Kirchberg für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Brückenreparatur
Die Reparatur der Brücke ist mit viel Handarbeit verbunden..
Foto: Günter Hochgürtel

Die Brücke wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und führte damals von der Kirche zur Kommerner Schule, die in den 1970er Jahren schließlich zum Pfarrhaus umgebaut wurde. In diese Zeit fällt auch die letzte Sanierung der Brücke, die damals eine Betondecke erhielt. Die ist auch nach wie vor intakt, nur die Fugen im Mauerwerk aus Ziegelstein lösen sich an vielen Stellen auf.

Die Kölner Firma Schorn ist darauf spezialisiert, solche historischen Bauwerke wieder in Ordnung zu bringen. Stefan Nett, der Chef auf der Baustelle, wies beim Rundgang auf die aufwendige Handarbeit bei der Neuverfugung hin, die nötig ist, um die Standfestigkeit der Brücke auf Dauer zu sicher. Da ist stundenlanges Liegen auf dem Gerüst gefragt, „wie bei Michelangelo“, wie Nett scherzhaft anmerkte.

Brückensanierung
Architekt Bernhard Sauer betreut die Sanierung.
Foto: Günter Hochgürtel

„Gegen die Brücke donnert ja auch immer mal wieder ein Lastwagen, der nicht mitbekommen hat, dass die Straße für den Schwerlastverkehr gesperrt ist“, erzählte Günter Fuß, der sich im Kirchenvorstand um die Sanierungsmaßnahme kümmert. Normale Navigationsgeräte leiteten die Lkw öfters über den schmalen Kirchberg in den Ortskern.

Zurzeit ist eine der beiden Balustraden an der Brücke komplett abgeräumt. Die Steine sind in der richtigen Reihenfolge nummeriert worden, so dass der Originalzustand inklusive aller Einritzungen von Herzchen und Namen problemlos wieder hergestellt werden kann. Zum Schluss wird die Betondecke wieder mit Naturstein- und Katzenkopfpflaster verschönert. Die gesamte Baumaßnahme, die vom Erzbistum Köln natürlich entsprechend gefördert wird, kostet die Kleinigkeit von 125.000 Euro.

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