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Tourismus: Urlaubern ist Nachhaltigkeit wichtig

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Jan Lembach (von links), Nadine Rathofer, Odette Deuber und Rosa Hemmers stellten das Projekt vor. Foto: Romanowski
Der Naturpark Nordeifel will Klimaschutz und Tourismus in einem neuen Projekt miteinander verbinden. Eine wichtige Rolle dabei spielen regionale kulinarische Angebote, zum Beispiel die Produkte der Regionalmarke Eifel.  Von
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Eifel/Mechernich

Knapp 250 000 Tonnen CO2 würde man produzieren, wenn man 30 Mal mit dem Auto um die Erde führe. Die gleiche Menge – genauer gesagt 247 201 Tonnen – wird durch den Tourismus in der nordrhein-westfälischen Eifel erzeugt. So zumindest stellten es die Akteure einer Pressekonferenz dar, die jüngst im Mechernicher Rathaus stattfand.

Jan Lembach, der Geschäftsführer des Naturparks Nordeifel, seine Kollegin Nadine Rathofer, Odette Deuber von der Gesellschaft Klimaktiv aus Tübingen und Rosa Hemmers von der Firma Synergiekomm aus Bonn stellten dort das neue Projekt „Klima Tour Eifel“ des Naturparks vor. Unter diesem Titel wird ein Netzwerk angestrebt, das die Bereiche Klimaschutz und Tourismus miteinander verbinden soll.

„Die Menschen werden immer sensibler gegenüber nachhaltigen Dingen“, resümierte Lembach die Ergebnisse einiger deutschlandweiter Erhebungen. Demnach zeigten 83,9 Prozent der Befragten Interesse daran, in der Werbung verstärkt über die Nachhaltigkeit der Produkte informiert zu werden. 12,4 Prozent antworteten mit „weiß nicht“, und nur 3,7 Prozent der Befragten wollte damit nicht behelligt werden.

Auf die Frage, ob es ihnen wichtig sei, einen individuellen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, antworteten 77 Prozent der Befragten mit Ja. Zudem ergab die Erhebung, dass jeder Dritte in Deutschland für einen nachhaltigen, also möglichst nicht klimabelastenden Urlaub finanziell etwas drauflegen würde.

Eine Zielgruppe gibt es also, nun will man die Touristiker für das Thema sensibilisieren, die dann entsprechende Angebote konzipieren sollen. „Das Thema wird in der Eifel noch zu wenig kommuniziert“, gab Lembach zu bedenken.

Ökonomischer Mehrwert

Da ist man nach Ansicht des Naturpark-Geschäftsführers in anderen Regionen, etwa im Schwarzwald, schon ein gutes Stück weiter. Als Naturerlebnisregion könne man von einem positiven Image im Bereich Klimaschutz nur gewinnen. Schließlich gehe es auch um „den ökonomischen Mehrwert“, was schlicht bedeutet: Man kann damit Geld verdienen, denn durch die Touristen kommt Geld in die Region.

Dazu sollen nun unter anderem die Klimaschutzpotenziale im Tourismus beleuchtet und die touristischen Akteure für das Thema sensibilisiert werden. So könnten Betriebe wie etwa Hotels künftig ihr kulinarisches Angebot verstärkt mit regionalen Produkten bestücken, die allein schon durch kürzere Transportwege zu einer günstigeren CO2-Bilanz führen. Hier hat man auch die Produktpalette der Regionalmarke Eifel im Fokus. Besonders klimafreundliche Gastgeber werden in Zukunft durch eine entsprechende Zertifizierung ausgezeichnet.

Auch wird im Internet ein Klimaschutzportal Eifel mit einem CO2-Rechner und Einspartipps für die Eifel installiert. Damit können die Gäste die einzelnen Emissionswerte zu den Bereichen Übernachtung, Mobilität und Gastronomie der ansässigen Betriebe ausrechnen, also den so genannten CO2-Fußabdruck der Einrichtungen ermitteln. Für das Projekt „Klima Tour Eifel“ mit seiner Laufzeit von 2012 bis 2014 sind 280 000 Euro an Kosten veranschlagt worden, die zu 80 Prozent vom NRW-Wirtschaftsministerium gefördert werden. Die verbleibenden 20 Prozent steuern die Städteregion Aachen sowie die beiden Kreise Düren und Euskirchen bei.

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