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„Großes Fernsehen“: Fernsehen ist das neue Kino

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Caroline Peters als Geschäftsfrau unter Terrorverdacht in „Im Netz“  Foto: WDR
Das Fernsehen vermag dem Kino hinsichtlich Zuschauergunst und Innovationsgrad zusehends den Rang abzulaufen. Dass TV-Formate auch auf der großen Leinwand funktionieren, will jetzt das Kölner Festival „Großes Fernsehen“ unter Beweis stellen.
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Köln

Wenn es um spannende Ideen, innovative Formate und beeindruckende schauspielerische Leistungen geht, dann wird Serien wie „Homeland“ oder „Breaking Bad“ mehr Aufmerksamkeit zuteil als so manchem Kinofilm.

Dass Fernsehen auch auf der großen Leinwand funktioniert, will das Festival „Großes Fernsehen“ einmal im Jahr in Köln unter Beweis stellen. Zum achten Mal werden in dieser Woche TV-Premieren aus Deutschland und dem Ausland im Cinedom gezeigt.

Sorgfältig inszeniertes Zeitkolorit

Das Festival startet am Mittwoch mit zwei Serien. Englisches Fernsehen genießt hohes Ansehen, und insbesondere BBC-Miniserien sind für ihr sorgfältig inszeniertes Zeitkolorit berühmt.

Auch die erste Staffel von „Call the Midwife“ (2012) macht dieser Tradition viel Ehre. Die jeweils einstündigen Folgen handeln von Hebammen (auf Englisch: Midwives), die in einem Londoner Arbeiterviertel Geburtshilfe leisten. Dabei spielen nicht nur die Klassenzugehörigkeit der Hebammen eine wichtige Rolle, sondern auch der medizinische Fortschritt und die Emanzipation der Frauen nach dem Krieg.

Tickets

Das Festival „Großes Fernsehen“ ist eine Veranstaltung der Landesanstalt für Medien NRW. Das Festival findet im Rahmen des Medienforums NRW statt, wird aber seit 2011 nicht mehr parallel zu dem Kongress durchgeführt.


Im vergangenen Jahr gab es einen Besucherrekord mit 5000 Kartenreservierungen. Die Filme werden vom 27. Februar bis 3. März in der Black Box des Kölner Cinedoms gezeigt.

Die Tickets sind kostenlos, müssen jedoch auf der Homepage der Festivals bestellt werden. Alle Termine und Uhrzeiten gibt es ebenfalls im Internet.

In seiner britischen Heimat stach die glänzend gespielte Miniserie in der Gunst der Zuschauer sogar die gefeierte Adelsserie „Downton Abbey“ aus. „Nashville“ ist eine amerikanische Serie über zwei konkurrierende Country-Sängerinnen.

Auch deutschen Produktionen zu sehen

Am Donnerstag gibt es die ersten beiden deutschen Produktionen zu sehen. „Ein weites Herz“ ist die Verfilmung der Lebensgeschichte der Ordensschwester Isa Vermehren. Nadja Uhl spielt in diesem ZDF-Film die Hauptrolle.

Jan Fedder ist in der NDR-Produktion „Arnes Nachlass“, der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Siegfried Lenz zu sehen.
Am Freitag gibt es zwei französische Beiträge. „Manipulations“ ist ein Politthriller über eine Verschwörung auf höchster Staatsebene. „Braquo“, mit dem International Emmy ausgezeichnet, erzählt die Geschichte von vier Pariser Polizisten, die den Ruf ihres toten Teamleiters wiederherstellen wollen. Der Samstag steht ganz im Zeichen deutscher TV-Filme.

Neue Tatort-Folge

Die WDR-Produktion „Im Netz“ mit Caroline Peters beschäftigt sich mit Identitätsdiebstahl im Internet. Außerdem können sich „Tatort“-Fans auf eine neue Folge aus Münster – mit Schlagersänger Roland Kaiser in einer Gastrolle – und einen Münchner Fall freuen. Bei „Macht und Ohnmacht“ kehrt Michael Fitz als Carlo Menzinger noch einmal zurück.

Dokumentationen gibt es am Samstag zu sehen. „Der Kapitän und sein Pirat“ behandelt die Entführung der „Hansa Stavanger“ durch somalische Piraten im Jahr 2009. „Entdecke das Bermudadreieck“ ist eine Doku des Discovery Channels über einen der geheimnisvollsten Orte der Weltmeere. (amb, KoM)

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