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Jahresrückblick: „Menschen 2012“ mit Markus Lanz

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Markus Lanz begleitet die Band "The Boss Hoss", Alec Voelkel alias "Boss Burns" (M.) und Sascha Vollmer alias "Hoss Power". Foto: dapd
Bevor die anderen Fernsehsender auf das Jahr zurückblicken, geht Markus Lanz, der neue Universalmoderator des ZDF (Talkshow, Wetten, dass…?, Kochshow, US-Wahlnacht), mit „Menschen 2012“ an den Start. ksta.de tickerte live mit, hier zum Nachlesen.  Von
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20.11 Uhr Kurz zur Erinnerung: Vor einem Jahr hatte Hape Kerkeling die Moderation von „Wetten, dass…?“ schon abgelehnt, präsentierte aber immerhin den Jahresrückblick. Mittlerweile hat Markus Lanz „Wetten, dass…?“ übernommen, und als einziger garantiert Lanz-freier Tag in der ZDF-Woche ist der Montag übrig geblieben. Heute, wir haben das mehrfach überprüft, ist Sonntag. Und außerdem Anfang Dezember. Macht zusammen: Die ZDF-Verantwortlichen, diese Innovationsfüchse aus Mainz, bescheren uns Markus Lanz auch im Jahresrückblick.

Markus Lanz moderiert die ZDF-Livesendung „Menschen 2012“, eine Jahresrückblick.
Markus Lanz moderiert die ZDF-Livesendung „Menschen 2012“, eine Jahresrückblick.
Foto: dapd

20.12 Uhr Der Werbetrailer für „Menschen 2012“ verspricht uns „bewegende Geschichten, unvergessliche Ereignisse, sportliche Meisterleistungen und Momente, die uns staunen lassen“. 

20.13 Uhr Gut möglich, dass all das passiert. Ungleich spannender ist aber die Frage, ob Lanz – wie in seiner Talkshow und bei „Wetten, dass…?“ – wieder seine Adjektiv-Wanne voll- respektive überlaufen lassen wird. Phänomenal, ganz großartig, irre, sensationell, wow – Sie wissen schon. 

20. 14 Uhr Das Verb „wulffen“ bedeutet ja angeblich „jemanden den AB vollreden“ und „durchschnorren, hier und da Vergünstigungen in Anspruch nehmen“. Wird die Duden-Redaktion nach „Menschen 2012“ darüber nachdenken müssen, ob sie das Verb „lanzen“ anerkennt? Das sind wir aber mal gespannt.

20.15 Uhr Endlich mal mit dem Zweiten Erster sein: Das wird Herr Lanz an diesem Abend auf jeden Fall schaffen. Günther Jauch geht mit dem RTL-Jahresrückblick erst am kommenden Sonntag an den Start.

20.16 Uhr Präsentiert wird die Sendung von „Rotkäppchen-Sekt“. Könnte hilfreich sein, so eine Prickel-Brause.

20.17 Uhr Noch nichts passiert, und das Publikum im Studio in München ist außer Rand und Band. Klatscht sich die Finger wund. Ob Rotkäppchen auch fürs Catering im Studio zuständig ist?

20.18 Uhr Erster Lanz-Gag: „Wir freuen uns sehr auf den Jahresrückblick 2019, wenn es dann heißt: Berliner Flughafen eröffnet“. Herr Lanz spricht den Darsteller von James Bond „Daniel Crack“ aus. So viel Zeit muss sein: Craig heißt der Mann.

20.22 Uhr Erstes Thema im Einspieler: Die wahre Geschichte hinter dem Kinofilm „Ziemlich beste Freunde“. Und dann sind die realen Vorbilder des Films – Philippe Pozzo di Borgo und sein Pfleger Abdel Sellou – live im Studio.

20.26 Uhr Die Geschichte ist, im echten Leben wie im Film, für sich stark genug. Und emotional, ohne rührselig zu sein. Herr Lanz kann es trotzdem nicht lassen, das Ganze „wunderbar“ zu nennen. Egal, fürs Erste gilt: Schwämmchen drüber. Philippe Pozzo di Borgo und Abdel Sellou sind längst Medienprofis und erweisen sich zugleich weiterhin als das, was sie in den Jahren ihres gemeinsamen Leben waren: Helden des Alltags, jeder auf seine Weise. Für die Statistik: da capo für „wunderbar“.

20.34 Uhr Hat jetzt ein paar Längen, das Gespräch. Schöne Momentaufnahme trotzdem: Obwohl die beiden längst in verschiedenen Ländern leben, machen sie immer noch den Eindruck ziemlich bester Freunde.

20.37 Uhr Schießen und weglaufen. Können die Deutschen im Sport besonders gut. Krasser Themenwechsel: Magdalena Neuner ist dran. Erfolgreiche Biathletin mit selbst gewähltem frühen Karriere-Ende. Hat die Lizenz zum Schießen, behauptet der Off-Ton. Wird inszeniert wie James Bond. Passt eigentlich nicht zu einer Frau, die gerne strickt und häkelt und backt und sich in Trockenhaubenfachzeitschriften gerne als häuslich und bodenständig inszeniert. Ist dem ZDF aber egal.

20.41 Uhr Wirkt extrem aufgeräumt, die Frau Neuner. Und rundum glücklich mit ihrem Entschluss, mit Mitte 20 mit dem Sport Schluss zu machen. Schaffen nicht viele Leistungssportler, die Karriere rechtzeitig zu beenden. „Hast Du noch ein Gewehr zu Hause?“, fragt Herr Lanz. Eine wunderbare Frage. Hier bitte den Ironie-Button drücken. Danke.

20.46 Uhr Jetzt wird geschossen. Kein Witz. Da haben sie beim ZDF doch glatt eine Schießbude aufbauen lassen. Inklusive Rummelplatzmusik. Lanz trifft einen Hasen, Frau Neuner trifft auch nach mehreren Versuchen nicht. „Ist auch eine alberne Geschichte“, sagt Herr Lanz und erlöst Frau Neuner. Das nennen wir mal eine zünftige Analyse des eigenen Tuns.

20.49 Uhr Frau Neuner strickt gerne. Weshalb jetzt bei „Menschen 2012“ eine Frau ins Spiel kommt, die Pullover für Pinguine strickt. Warum? Wird erst einmal nicht erklärt.  Überleitungen können sie jedenfalls beim ZDF. Angelika Regenstein heißt die Frau, die Pullis für Pinguine strickt. „Eine wunderbare Idee“, lobhudelt Herr Lanz. Wir denken darüber nach, eine Adjektiv-Strichliste anzulegen.

20.52 Uhr Der Journalist und Tierfilmer Dirk Steffens erklärt Sinn und Zweck der Pullistrickaktion für Pinguine: Wenn die possierlichen Tierchen zum Beispiel durch ölverschmutztes Wasser schwimmen, verkleben ihre Federn und sie frieren; mit den Pullis kann man das verhindern. Für uns jetzt schon die Stars der Sendung: die Pinguine, die live durchs Studio watscheln.

20.57 Uhr Von Pinguinen zur „Schlacht um das Weiße Haus“: für Herrn Lanz und das ZDF kein Problem.

21.02 Uhr Nächster Gast: Auma Obama, die ältere Halbschwester des US-Präsidenten. Sehr sympathisch: Auma Obama weiß auch nicht, warum etwas in der amerikanischen Politik so oder so läuft. „Ich blicke da oft nicht durch“, sagt sie. Sieht ein bisschen aus wie die Schwester von Whoopi Goldberg, die Auma Obama. Souveräner Auftritt. Ist in diversen Jahresrückblicken, quer durch die Sender, einsetzbar. Und zwar alle Jahre wieder.

21.07 Uhr Herr Lanz kündigt die nächste „wunderbare Rubrik“ an: die Hits des Jahres.

21.11 Uhr Die „wunderbaren Hits des Jahres“ sind noch in der Warteschleife, jetzt ist erst einmal das Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. dran. How wonderful.

21.13 Uhr Wichtigste Erkenntnis aus dem Gespräch mit zwei Engländern, die bei ihrer Hochzeit von der Queen überrascht wurden: „Die Königin ist sehr klein. Sie ist wirklich sehr klein für eine Person, die so viel Macht hat.“

21.15 Uhr Und weiter geht’s im Schweinsgalopp, Themen-Rodeo deluxe: die Zahlen vom Arbeitsmarkt. Die Insolvenz bei Schlecker. Man möchte wirklich gerne die Leute kennenlernen, die diesen Ablauf planen. 

21.19 Uhr Schicksalsrunde bei „Menschen 2012“. Auf dem Lanz-Sofa: drei ehemalige „Schlecker“-Frauen. Plus der ZDF-Wirtschaftsjournalist Michael Opoczynski. Es geht um Arbeitslosigkeit, das Leben mit und nach der Arbeitslosigkeit, Überwachungskameras und darum, wie Anton Schlecker denn privat so ist. „Hochinteressant“ findet Herr Lanz das, eine der drei Frauen hält erfrischend dagegen und sagt: „Ich bin keine Schlecker-Frau, ich bin Frau Vetter, das andere klingt ja wie Trümmerfrau.“

21.25 Uhr Reflektierter Auftritt der drei Ex-Mitarbeiterinnen von Schlecker. Zuviel Menscheln lässt das Trio nicht zu. „Ich hab’ da 20 Jahre gerne gearbeitet, und wir Frauen wussten schon seit zehn Jahren, dass da was schiefläuft.“ Bestes Gespräch der Sendung bisher; den „Schlecker“-Frauen, die nie so genannt werden wollten, sei Dank.

21.32 Uhr Wotan Wilke Möhring. Netter Kerl. Wird demnächst „Tatort“-Komissar. Hat auch 2012 das gemacht, was Schauspieler nun mal machen: Filme drehen. Schauspielern. Hat den Deutschen Fernsehpreis bekommen. War zu Gast bei „Wetten, dass…?“ Wird in Kürze zum dritten Mal Vater. Das reicht, um einer der „Menschen 2012“ zu sein. 

21.39 Uhr Ist immer noch ein netter Kerl, der Wotan Wilke Möhring. Erkenntnisgewinn respektive Unterhaltungsfaktor des Gesprächs: schmaler als Herrn Lanz’ Krawatte. „Wie feierst Du Weihnachten, wann kommt das dritte Kind, wie war’s auf dem Roten Teppich beim Oscar, ist der Taxifahrer der bessere Schauspieler als Du?“ „Ein großartiges Jahr für Dich“, attestiert Herr Lanz seinem Gast. Wunderbar!

21.44 Uhr Es turnt für uns: Johanns Quaas, flotte 87 Jahre alt. „Verneigung, Verneigung, was für eine Sensation!“, ruft Herr Lanz. Und macht dann die fidele Greisin mit Wotan Wilke Möhring bekannt. Warum? Weil Herr Möhring unter Anleitung der Turn-Omi an den Barren muss.

21.47 Uhr „Ich hatte mich entschlossen aufzuhören, die 75-Jährigen wollen auch ihren Meister austurnen. Und dann habe ich ihnen den Titel abgenommen.“ Sympathische Oma. Möchte man trotzdem nicht als Personal Trainer haben. Zu anstrengend.

21.52 Uhr Manfred Walter ist dran. Überlebte sechs Tage in einer zwölf Meter tiefen Gletscherspalte. Ist der erste Mensch, der so lange unter widrigen Verhältnissen in einer Gletscherspalte überlebt hat. „Gefangen im Eis, das Wunder des Jahres“, kündigt Herr Lanz den 70-Jährigen an.

21.55 Uhr Erzählt extrem schnörkellos von den Gedanken, die er, gefangen in der Gletscherspalte, hatte. Berichtet von seiner Angst einzuschlafen. Lanz ist interessiert, zugewandt, hört zu. Unterbricht nicht, wartet mit seinen Fragen, bis Platz dafür ist.

22.00 Uhr Zwischenbilanz: Im Jahresrückblick ist Herr Lanz wesentlich erträglicher als im Kontext von „Wetten, dass…?“

Echt jetzt. Völlig unnötig bei dem Gespräch: die Deko aus Iglu-artigen Eisblöcken.

22.06 Uhr Nächster Gast: Alessandro Zanardi, 46. Ehemaliger Formel-1-Pilot, verlor nach einem Unfall beide Beine. Fuhr auch beinamputiert wieder erfolgreich Rennen im  Tourenwagen. Und gewann 2012 bei den Paralympics in London unter anderem Gold im Handbike. „Durchhaltevermögen“ und „Überlebenswillen“ kann der Mann sicher in diversen Sprachen vor- und rückwärts buchstabieren.

22.13 Uhr Aufrecht und wacker, wie Alessandro von all dem erzählt, was ihm passiert ist. „Wissenschaftlich ist es nicht zu erklären, wie ich rund 50 Minuten mit nur einem Liter Blut im Körper überlebt habe. Aber ich bin immer noch da, und ich denke über die nächsten Paralympics nach.“

22.19 Uhr Es nehmen Platz auf dem Gästesofa: Kurt Beck, SPD, und Johannes Ponader, Piratenpartei. Die gute Nachricht: Herr Ponader trägt keine Sandalen und präsentiert uns nicht seine barfüßigen Männermauken. Kurze Rückmeldung aus dem Kühlschrank: leider kein Rotkäppchensekt vorrätig, wir haben ein bisschen Kreislauf nach etwas mehr als zwei Stunden.

22.24 Uhr Herr Lanz möchte Herrn Beck in Sachen „Nürburgring“ grillen. Gelingt ihm nicht, Beck feuert die Floskeln im Akkord ab, im Politikersprech ist der Mann zu Hause: Beck „macht“ seit 34 Jahren Politik.

22.28 Uhr Jetzt ist Herr Ponader dran. Der kann machen, was man will: Herr Lanz dreht eine Sandalenrunde nach der anderen. Ponader erntet Applaus, Lanz gelingt dieser goldene Satz: „Die Sandalen waren ja nur eine Metapher“. 

22.31 Uhr Die Sandalen haben Pause, jetzt sind Zeitreisen dran. Waren ja in einem Antrag beim Piratenparteitag Thema. Herr Ponader versucht’s, mit Selbstironie zu erklären. „Selbstironie ist wichtig“, erteilt Herr Lanz Absolution und bauchpinselt sich dann selbst: „Ich bedanke mich sehr für ein offenes Gespräch – und wetten, dass wir alle wählen gehen?“

22.33 Uhr Ein Kissen für die Tastatur wäre jetzt prima; man schlägt dann nicht ganz so hart auf.

22.35 Uhr Zwei Kissen, bitte. Noch besser: sicherheitshalber drei. Erst wird die Castingshow „The Voice of Germany“ über den grünen Klee gelobt, dann entdeckt Herr Lanz wieder den Rock’n’Roller in sich. Und klimpert am Klavier zum Gesang von The BossHoss. Wenn man die beiden Musikerdarsteller von The BossHoss so sieht, hat man Truck Stop viel Unrecht getan. Ausführlicher Fremdschämmoment.

22.39 Uhr Es bleibt einem aktuell aber auch nichts erspart: Rea Garvey, ebenfalls Jurymitglied bei „The Voice of Germany“, sitzt jetzt auch in der Runde. Herr Lanz nennt The BossHoss tatsächlich „Großstadtcowboys“. Der Off-Ton indes sortiert sie als „Spreecowboys“ ein.

22.45 Uhr Seit anderthalb Stunden angekündigt: die Hits des Jahres in der Straßen-Karaoke-Version. Nicht schön, aber selten. Ein Klassiker im Kontext der ZDF-„Menschen“-Sendung.

22.47 Uhr Nächster Programmpunkt: Barfußpopmusik. Auftritt Loreen, mit „Euphoria“ Gewinnerin beim „Eurovision Song Contest 2012“ in Baku.

22.54 Uhr Oliver Welke erklärt als Anchorman der „heute show“ den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. Sehr erfrischend. Gilt auch für den Kommentar von Gernot Hassknecht zum Thema Kanzlerschaft von Angela Merkel.

23.00 Uhr Zu späterer Stunde wird’s seriös und relevant. Die Journalisten Hans-Martin Tillack und Martin Heidemanns, Autoren des Buches „Affäre Wulff“, berichten über ihre Recherchen. Herr Lanz lässt die beiden Journalisten erzählen. Die tun das sachlich, nüchtern – und gerade in dieser Form der Darstellung erkennt man, was Christian Wulff dem Amt des Bundespräsidenten angetan hat.

23.07 Uhr Das Publikum im Studio lauscht interessiert, wir tun’s auch. Kaum überraschend und dennoch erschütternd, wie die beiden Journalisten davon erzählen, wie wenig Christian Wulff und seine Frau Bettina bis zum Schluss die öffentliche Stimmung in Deutschland wahrgenommen haben.

23.11 Uhr  Der Kapitän war schon von Bord, als noch tausende Passagiere auf der „Costa Concordia“ um ihr Leben bangten. Christine und Gert Hammer, zwei deutsche Passagiere, erzählen im Studio, was sie erleben mussten, um zu überleben. Ist eine Phrase, stimmt aber wohl hier: Das Ehepaar hatte Glück im Unglück. Eine Kreuzfahrt können sie sich mit einem zeitlichen Sicherheitsabstand vorstellen, „aber  nicht in den nächsten zwei Jahren“, sagt Frau Hammer.

23.22 Uhr Eine einigermaßen bizarre Idee des ZDF: Zu den Toten des Jahres singt Whitney Houston „I will always love you“; bekanntlich ist Frau Houston im Februar 2012 selbst verstorben.

23.25 Uhr Jetzt mal wieder was leicht Verdauliches zur Abwechslung. Fußball-EM, Olympia 2012 in London. Auf der Gästecouch: Gewichtheber Matthias Steiner und seine schwangere Frau Inge. Herr Lanz fragt Frau Steiner das, was er auch die schwangere Barbara Schöneberger bei „Wetten, dass…?“ gefragt hat: „Mit der Geburt des Kindes ist nicht während der Sendung zu rechnen, oder?“

23.29 Uhr Erstaunlich zu sehen, wie das Ehepaar Steiner über den Unfall spricht, der bei Olympia in London passiert ist. Wie muss man gestrickt sein, um sich in Slow Motion immer wieder anzugucken, dass einem eine mordsmäßig schwere Hantel in den Nacken fällt?

23.36 Uhr Und noch ein Fremdschämmoment: Herr Lanz wundert sich, wie Frau Steiner überhaupt schwanger werden konnte – wo ihr Mann doch so oft unterwegs war. Als Belohnung fürs Schwangerwerden trotz nicht einfacher Umstände verleiht er dem Ehepaar den „Goldenen Schnuller für den perfekten Eisprung.“

23.39 Uhr Neu auf der Gästecouch: Julius Brink und Jonas Reckermann, die Olympiaseiger im Beachvolleyball bei Olympia 2012. Hoffentlich fragt Herr Lanz die beiden Männer nicht auch nach ihrem Sexualleben und wie’s so mit ihrem Partnerinnen läuft; Brink und Reckermann sind schließlich auch ob ihres Sports dauernd unterwegs.

23.46 Uhr Das Gespräch mit den Beachvolleyballern geht unfallfrei über die Bühne. Herr Lanz hält sich nicht weiter mit Überleitungen auf, sondern behauptet keck: „Der lustigste Deutsche ist ein Türke“. Auftritt Bülent Ceylan. Hat er irgendwie ein Händchen für, der Herr Lanz: In Sachen Reklame für RTL macht ihm so schnell keiner etwas vor. Findet bestimmt auch Cindy aus Marzahn.       

23.50 Uhr Nicht nur, weil Herr Lanz schon mehr als eine halbe Stunde überzogen hat: Kurzweilige Unterhaltung geht anders, das Ganze hat jetzt mehr als nur ein paar Längen. Es geht jetzt alles drunter und drüber und schwer durcheinander. Bülent Ceylan erzählt von seinem Bühnenprogramm, landet dann bei seinem kürzlich verstorbenen Vater und berichtet davon, wie er ihn nach muslimischen Brauch gewaschen hat.

23.54 Uhr Herr Lanz bedankt sich „für einen schönen und sehr launigen Abschluss der Sendung“. Ernsthaft. Und dann wird,  jetzt ist eh alles egal, noch mal getanzt. „Gangnam Style“, was sonst? Nächste Woche ist schon wieder „Wetten, dass…?“ Auch das noch. Na dann: bis dann.      

 

 

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