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RTL: Neue Show für Gottschalk

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Thomas Gottschalk und Günther Jauch bei der Verleihung des Deutschen Medienpreises 2012 Foto: dpa
Thomas Gottschalk hat seinen Vertrag mit RTL verlängert. Der Moderator wird allerdings nicht beim „Supertalent“ an der Seite von Dieter Bohlen zu sehen sein, sondern mit neuen Shows. Auch eine Zusammenarbeit mit Günther Jauch soll geplant sein.  Von
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Köln

Thomas Gottschalk kann’s nicht lassen. Der Showmaster ist vor wenigen Tagen 63 Jahre alt geworden. Doch statt sich an der kalifornischen Küste die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, bleibt er dem deutschen Fernsehpublikum noch eine ganze Weile erhalten. Am Mittwoch wurde bekannt, dass er sich „exklusiv“ an RTL binden wird. Man werde die „erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen“, teilte der Kölner Sender mit.

Das ist eine freundliche Beschreibung für das bisherige Wirken des großen Blonden bei Deutschlands größtem Privatsender. Sein Gastspiel in der Castingshow „Das Supertalent“ war weder was die Quoten noch was die Kritiken anging ein überwältigender Erfolg. Doch nun will er es mit neuen Shows noch mal versuchen. „RTL versteht was von Unterhaltung, und auch ich habe verstanden: Die Zuschauer wollen mich nicht auf der kleinen Bühne und auch nicht davor, sondern sie wollen die große Show. Und davon kriegen sie jetzt gleich mehrere.“ Die Rückkehr auf die große Bühnen also. Was das genau heißen soll und wie diese Shows aussehen werden, das ließ er offen. Auch RTL gibt sich bedeckt. Man werde Details zu den neuen Shows rechtzeitig vor Ausstrahlung bekannt- geben.

„Bild“ und „Spiegel“ meldeten unterdessen, dass Gottschalk eine gemeinsame Show mit Publikumsliebling Günther Jauch präsentieren soll. Angeblich sollen die beiden darin gegeneinander antreten. Von RTL gab es dafür keine Bestätigung. Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann ließ sich nur mit folgenden Worten zitieren: „Nach sehr inspirierenden Gesprächen mit Thomas Gottschalk haben wir gemeinsam maßgeschneiderte Sendungen für ihn entwickelt. Wir freuen uns, die nächste TV-Saison gleich mit mehreren Gottschalk-Highlights bereichern zu können.“ Für den Nachfolger von Anke Schäferkordt ist dies die erste vielbeachtete Personalentscheidung. Zumal Gottschalk sich exklusiv – laut „Bild“ für zwei Jahre – an RTL bindet und damit Gespräche mit den Öffentlich-Rechtlichen ein Ende haben. Mit ihrem Vertrag stellen sich Sender und Moderator auch gegen den Trend, dass Moderatoren bei mehreren Sendern zu sehen sind. Die ARD geht als Verlierer aus diesem Rennen.

Für Gottschalk ist es nach dem Desaster mit „Gottschalk live“ und dem mäßigen Erfolg beim „Supertalent“ die vielleicht letzte Chance, zu beweisen, dass er auch ohne „Wetten, dass..?“ erfolgreich sein kann. Eine Zusammenarbeit mit Günther Jauch könnte dabei in der Tat eine gute Idee sein. Jauch ist beim RTL-Publikum sehr beliebt. Die beiden lernten sich in den 80er Jahren beim Bayerischen Rundfunk kennen. 1989 und 1991 moderierten sie auch das bisher einzige Mal gemeinsam im Fernsehen. Auf der Internationalen Funkausstellung waren sie täglich in der Sendung „2 im Zweiten“ zu sehen.

Allerdings äußerte sich Gottschalk vor kurzem noch skeptisch zu einer möglichen Zusammenarbeit. „Seit an Seit gegen der Rest der Fernsehwelt in den Kampf zu ziehen ist zwar grundsätzlich eine schöne Idee, die aber gut überlegt sein will. Ein Heldentod im Doppelpack muss auch nicht sein“, schrieb er in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Nun sieht es so aus, als wäre er bereit, dieses Risiko einzugehen.

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