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Schlechte Quoten: DSDS laufen die Zuschauer davon

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Die Jury-Mitglieder — Musikproduzent Dieter Bohlen, Bill Kaulitz und Tom Kaulitz von der Band Tokio Hotel und der Sänger Mateo. Foto: dpa
Das Zuschauerinteresse schwindet: Seit der Premiere vor zehn Jahren ist keine Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ so schlecht wie die Jubiläumsstaffel gestartet, in der Bill Kaulitz neben Bohlen in der Jury sitzt.
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Berlin

Schwächster Start seit zehn Jahren: Der Auftakt zur Jubiläumsstaffel der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) hat nur 5,18 Millionen Menschen vor die Bildschirme gelockt. Das entsprach am Samstagabend zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr einem Marktanteil von 15,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte der Auftakt noch etwa 6,20 Millionen Zuschauer erreicht. In der zehnten Staffel der RTL-Show sitzen jetzt neben Oberjuror Dieter Bohlen (58) die Zwillinge Bill und Tom Kaulitz (23) von Tokio Hotel sowie Mateo (35) von der Popgruppe Culcha Candela in der Jury. Im Internet wurde leidenschaftlich über die Auftritte der Kaulitz-Zwillinge gestritten.

Quotenmäßig war es „der schwächste „DSDS“-Start seit der ersten Staffel im Jahr 2003“, schrieb der Mediendienst „DWDL.de“ am Sonntag. „Damals hatte RTL die vermeintlichen Höhepunkte des Castings allerdings noch im Vorabendprogramm gezeigt.“
Im Gesamt-Quotenrennen war der „DSDS“-Auftakt bereits 2012 dem ZDF-Krimi „Stubbe“ unterlegen. Auch 2013 überflügelte „Stubbe - Von Fall zu Fall: Gefährliches Spiel“ die Bohlen-Show: 7,82 Millionen (23,4 Prozent) schalteten den Krimi mit Wolfgang Stumph ein. Selbst die ARD-Show „Klein gegen Groß - Das unglaubliche Duell“ mit Kai Pflaume war diesmal stärker als „DSDS“: Sie sahen 5,65 Millionen (17,7 Prozent).

Alle anderen Sender landeten abgeschlagen: Sat.1 kam mit dem Film „Karate Kid“ auf 2,30 Millionen Zuschauer (7,2 Prozent), Vox mit dem Ridley-Scott-Actionfilm „Königreich der Himmel“ auf 1,64 Millionen (5,0 Prozent) und ProSieben mit „Der Mann, der niemals lebte“ (ebenfalls ein Ridley-Scott-Film) auf 1,60 Millionen (4,9 Prozent).

Mit Abstand Sieger in dieser Zielgruppe

Bei der für Privatsender wichtigen werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen hatte die „DSDS“-Auftaktsendung im vergangenen Jahr noch 31 Prozent erreicht, in diesem Jahr waren es 27,0 Prozent. Damit war RTL aber mit Abstand Sieger in dieser Zielgruppe.

Der Mediendienst „Meedia“ führte jedoch am Sonntag aus, dass „DSDS“ in der begehrten Zielgruppe „nicht mehr die Musik-Castingshow Nr. 1“ sei: „The Voice of Germany“ habe mit 3,47 Millionen 14- bis 49-Jährigen in der aktuellen Staffel besser gestartet als „DSDS“ nun mit 3,21 Millionen. RTL freute sich dennoch in einer Mitteilung über den „sehr guten Marktanteil bei den jungen Zuschauern“.

Im Internet entbrannte bereits während der Ausstrahlung zwischen Fans von Tokio Hotel und „DSDS“-Verächtern eine leidenschaftliche Diskussion. Der TV-Kritiker Oliver Kalkofe etwa schrieb bei Facebook: „Weißhaar Bill Kaulitz sieht aus wie der alte Opa Minimoy, dem die Frisur eingefroren ist! Oder es ist schon wieder Halloween und er geht als Zuckerwatte...“

Die neunte „DSDS“-Staffel im vergangenen Jahr gewann der Schweizer Maurer Luca Hänni („Don't Think About Me“). Die durchschnittliche Zuschauerzahl der gesamten Staffel lag bei 4,93 Millionen; die der Finalshow bei nur 4,71 Millionen. Die erste „DSDS“-Staffel 2002/2003 hatten im Schnitt noch 8,1 Millionen Menschen verfolgt. (dpa)

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