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Serie „Grimm“: Mörderisch gute Quoten

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Die neue Vox-Serie "Grimm" legte einen guten Start zum Auftakt hin. Foto: dpa
Wochenlang blickten schaurige Kreaturen und Märchengestalten von Plakaten und Anzeigen auf potenzielle Zuschauer hinab. Selbst im Kino ließ Vox für seine neue Serie „Grimm“ Trailer schalten. Nun flimmerte die erste Folge über die Bildschirme. Mit Erfolg.  Von
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In den vergangenen Wochen konnte man kaum das Haus verlassen, ohne irgendwo einer der seltsamen Gestalten der Serienwelt Grimm zu begegnen. Ob an klassischen Plakatstellen, über digitale Plakate, Anzeigen, auf Bussen, in KVB-Haltestellen oder online - überall prangten auf leuchtend rotem Untergrund Werbesprüche des Kölner Privatsenders Vox wie „Ende gut, alle tot“, „Wenn sie nicht gestorben sind, dann töten sie noch heute“ und „Schaurig, aber wahr“. Zudem lief im Kino ein Trailer, gesprochen von Schauspieler Thomas Fritsch.

Ob durch den Medienrummel oder doch schlicht aufgrund des Interesses des Zuschauers: Den Einstand der neuen US-Mysteryserie „Grimm“ kann der Kölner Privatsender Vox als Erfolg verbuchen. 3,33 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 9,6 Prozent) schalteten um 20.15 Uhr die erste Folge ein, 3,43 Millionen (10,2 Prozent) im Anschluss daran die zweite. Beim vom Privat-TV umworbenen Publikum zwischen 14 und 49 Jahren betrug der Marktanteil sogar 16,3 und 16,5 Prozent und lag damit über der Konkurrenz.

Bausteine für eine Erfolgsserie

Die Idee hinter der Serie „Grimm“ ist simpel, wenn auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die Märchen, die die beiden Deutschen sammelten, sind keine Märchen, sondern Schilderungen der Realität und somit als Warnung gedacht. Denn der böse Wolf und viele andere unheimliche Wesen leben als Menschen getarnt unter uns. Nur einige wenige können sie in ihrer wahren Gestalt sehen.

Die Grimms, Nachfahren der beiden Wissenschaftler, nutzen ihre Fähigkeit, um dem Bösen den Kampf anzusagen. Hauptfigur der Serie ist Detective Nick Burkhardt (David Giuntoli). Er löst Mordfälle im Dezernat von Portland. Doch plötzlich beginnt der Polizist seltsame Wesen zu sehen. Als seine krebskranke Tante bei ihm auftaucht, erfährt er von seinem Schicksal. Er ist einer der letzten „Grimm“ und soll nach ihrem Tod ihr Erbe weiterführen und Jagd auf die gefährlichen Wesen machen.

Erschaffen hat „Grimm“ unter anderem David Greenwalt, der schon als Produzent von „Akte X“ und „Buffy“ Erfolg feierte. Die Vorlagen der Brüder Grimm dienen den Machern dabei lediglich als Bausteine. Neben bekannten Märchengestalten tauchen auch viele andere Fantasiewesen in der Serie auf. Zum Leben erweckt werden die Kreaturen in der Serie mit Special Effects und aufwendigem Make-up von Oscar-Preisträger Barney Burman ("Star Trek").

Visuell kann "Grimm" überzeugen, und auch die Grundidee hat, wenn man sich einmal darauf einlässt, durchaus ihren Reiz. So hängt der "böse Wolf" - in der Serie "Blutbader" genannt - den roten Mantel eines entführten Mädchens in einen Schrank, in dem sich schon etliche andere rote Jacken aneinanderreihen. Wer einmal in seinem Leben "Rotkäppchen" gelesen hat, weiß, was das bedeutet. Als Gutenachtgeschichten sind diese "Grimm"-Märchen definitiv nicht geeignet. (mit dpa)

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