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Tanzshow: Manuel Cortez gewinnt "Let's Dance"

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Manuel Cortez ist der "Dancestar 2013". Der 34-jährige Schauspieler, Fotograf und Designer tanzte sich im Finale der sechsten Staffel „Let's Dance“ mit seiner Tanzpartnerin Melissa Ortiz-Gomez (30) zum Sieg. Foto: dpa
Der 34-jährige Schauspieler Manuel Cortez hat das Finale der sechsten Staffel der Tanzshow "Let's Dance" gewonnen. Cortez setzte sich im Finale mit seiner Partnerin gegen seine weibliche Konkurrentin, die Schauspielerin Sila Sahin (27) durch.  Von
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Köln

Moderator Daniel Hartwich weiß, dass Promi-Klatsch immer funktioniert. „Vielleicht bringt ja dann zumindest in dieser Woche einer in der Familie Sahin-Gündogan einen Pokal nach Hause“, sagte er dann auch kurz vor der Verkündung im „Let’s dance“-Finale am Freitagabend in Anspielung auf den neuen Freund von Kandidatin Sila Sahin. Die ist nämlich seit kurzem mit BVB-Star Ilkay Gündogan liiert. Doch mit dem Pott für das neue Pärchen wurde es dann doch nichts. Denn Schauspieler Manuel Cortez und seine Partnerin Melissa Ortiz-Gomez setzten sich mit 50,06 Prozent der Anrufer – von Daniel Hartwich kommentiert mit den Worten „Das ist wirklich wahr, das ist jetzt nicht so eine RTL-Behauptung“ – gegen „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“-Darstellerin Sahin und Christian Polanc durch. Cortez war ein würdiger Sieger, dessen Freude aufrichtig wirkte und daher ansteckend war.

Es war das unterhaltsame Finale einer Show, deren Konzept eher nach Fremdschämen, denn nach Begeisterung klingt: Mehr und meist vor allem minder bekannte Prominente wagen sich mit professionellen Tanzpartnern auf das Parkett und werden von einer Fach-Jury bewertet. Das lässt Potenzial für peinliche Auftritte erahnen. Doch, und das ist das wirklich erstaunliche, dazu kam es im Laufe der Staffel eigentlich nie. Selbst Jürgen Milski, als Kandidat der ersten Ausgabe von Big Brother zu einer gewissen Bekanntheit gelangt und heute vor allem als Partysänger auf Mallorca unterwegs, überraschte mit Ehrgeiz und machte tatsächlich Fortschritte. Und auch eine Kandidatin wie Schauspielerin Manuela Wisbeck, die aufgrund ihrer Körperfülle enorm gehandicapt ist, wurde nie vorgeführt. Das ist das erstaunliche an diesem Format. RTL, sonst bei Shows wie „DSDS“ dafür bekannt, auch gerne mal das Scheitern der Kandidaten zu zelebrieren, hält sich bei „Let’s dance“ mit solchen dramaturgischen Mitteln sehr zurück. Und das funktioniert darum so gut, weil die Kandidaten in der Tanzshow wirklich Beeindruckendes leisten. Wer mehr als 300 Stunden für seine Auftritte trainiert, der will eben für Begeisterung sorgen und ein gutes Juryurteil hören.

Diese hatte RTL in der aktuellen Ausgabe gut zusammengestellt. Die Rollen waren dabei wie immer klar verteilt. Joachim Llamby gab natürlich den superstrengen Tanz-Wertungsrichter, dem es körperliche Schmerzen zu bereiten scheint, mehr Punkte als unbedingt notwendig zu ziehen. Die Profitänzerin Motsi Mabuse war für Herz und Motivation zuständig. Und Neuzugang Jorge Gonzales, bekannt geworden als Laufsteg-Trainer in Heidi Klums „Germany’s next Topmodel“ gab überzeugend die Gute-Laune-Maschine. Dass man ihn aufgrund seines spanischen Akzents kaum verstand, war dabei Nebensache und führte sogar zu der ein oder anderen lustigen Situation. RTL steuerte dann noch das richtige Maß an Inszenierung mit Feuerwerk, Nebel, dramatischer Musik und glitzernden Kostümen bei.

Ein gutes Zeichen ist es auch, wenn die Stimmung im Studio auch in den Werbeunterbrechungen ausgelassen ist. In der letzten Pause vor der Siegerehrung ließ es sich der Warm-Upper nicht nehmen, „Viva Colonia“ zu spielen. Und nicht nur die Tänzer hüpften dazu über die Bühne, selbst Jurorin Mabuse, die auf ihrem Handy herumtippte, sang den Refrain mit. Mona, Zweite der diesjährigen „Bachelor“-Staffel schmachtete eben jenen, der neben ihr saß, an. Lediglich Oliver Pocher machte den Eindruck, dass er sich nur ins Studio geschleppt hatte, weil er Werbung für seine Show „Alle auf den Kleinen“ machen musste, die ab nächsten Freitag bei RTL zu sehen ist. Aber bis auf ihn hatten alle anderen Spaß. Und auch die Einschaltquoten dürften RTL freuen. 4,74 Millionen Zuschauer schauten zu, das waren zwar ein paar weniger als vergangenes Jahr, aber immer noch ein sehr guter Wert. Wenn RTL die Show jetzt noch ein bisschen strafft und etwas weniger Werbung zeigt, dann hat „Let’s dance“ auf jeden Fall große Chancen, den Pokal für Deutschlands unterhaltsamste Show zu gewinnen.

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