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TV-Tipp „Durch die Nacht mit…“: Jung-Stars auf der Suche

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Tom Schilling (l.) und Olli Schulz (r.). Foto: arte
Die Sendung zeigt zwei deutsche Jung-Stars, die auf der Suche sind - auf der Suche nach einem anderen Berlin. Schilling ist Schauspieler, Schulz Liedermacher und Moderator. Unser TV-Tipp für Samstag, den 6. Juli.  Von
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Unser TV-Tipp für Samstag, 6. Juli

Seit über zehn Jahren gibt es dieses Format, über 100 Folgen wurden bereits ausgestrahlt. Da könnte es durchaus sein, dass die Luft mittlerweile ein bisschen raus ist. Ist sie aber nicht. Weil aus den immergleichen Ausgangsfragen von „Durch die Nacht mit…“  immer wieder Spannung erwächst.

Agieren die beiden Protagonisten eher miteinander oder gegeneinander? Agieren sie überhaupt? Oder regiert eine Form von Sprachlosigkeit, die bestenfalls das Smalltalk-Niveau einer mittelmäßigen Stehparty erreicht? In der aktuellen Folge von „Durch die Nacht mit…“ (arte, 0.40 Uhr) treffen sich Tom Schilling und Olli Schulz – hier der Schauspieler und beste deutsche Dandy-Darsteller, dort der Singer-Songwriter und Brachial-Komiker der, hart gegen sich selbst und das Publikum, sich im Kontext von „neoParadise“ auch schon vor laufender Kamera schlimm betrunken hat.

Herr Schilling und Herr Schulz sind sich sympathisch, spielen Tennis (Tom) und erleiden diese Sportart (Olli) im Berliner Volkspark Friedrichshain, gehen Kaffee trinken und gucken dann in Kreuzberg, inwieweit man im Kapitalismus auf faire Weise Profit machen kann. Weitere Programmpunkte der Tour de Berlin mit Tom Schilling und Olli Schulz: Nahrungsaufnahme im Öko-Imbiss „Glück to go“, ein Besuch der Scorsese-Ausstellung und gepflegtes Picheln (fraglos eine von Schulz’ Kern-Kompetenzen) an einer Bar, an der sich einst auch schon Erich Honecker den einen oder anderen Schnaps genehmigte.

Der Showdown findet dann an einem Ort statt, an dem sich bereits SED-Funktionäre verlustierten: Es wird gekegelt. Wer gewonnen hat, wird hier natürlich nicht verraten. Zu weiteren Vertiefung in das Werk von Tom Schilling sei an dieser Stelle noch der vielfach prämierte Film „Oh Boy“ empfohlen – und als Ansatzpunkt für weitere Sympathiebekundungen in die Richtung von Olli Schulz möge man seinen Ohren dessen Album „Brichst du mir das Herz, dann brech’ ich dir die Beine“ gönnen.   

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