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TV-Tipp: Brisantes „Homeland“-Staffelfinale

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CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) ist von der Idee besessen, dass der US-Marine Nicholas Brody (Damian Lewis) von Islamisten zum Kämpfer ausgebildet wurde. Foto: 20th Century Fox International Television
Unser TV-Tipp für Sonntag, 21. April: Die Serie „Homeland“ ist in den USA ein Quotenhit und wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Hierzulande tun sich TV-Liebhaber noch etwas schwer mit der Serie. Vielleicht hilft dagegen das wirklich spannende Staffelfinale auf Sat.1.  Von
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Erkenntnisse, die nach der ersten Staffel von „Homeland“ bleiben: Immerhin hat es ein deutscher Fernsehsender gewagt, die Serie zu zeigen, wenn auch nicht auf einem prominenten Sendeplatz. Dieser Sender ist Sat.1, also ein Kanal auf dem ansonsten überwiegend Schrott läuft. „Homeland“ ist eine gute Serie, aber bei weitem nicht so gut wie „The Wire“ oder „Die Sopranos“.

Spannend und komplex ist „Homeland“ natürlich trotzdem; sich zwischendurch in der Küche ein Steak zu braten und danach trotzdem wieder – wie bei zwei Dritteln aller „Tatort“-Episoden problemlos machbar – in die Handlung einzusteigen, ist nicht möglich. Spätestens nach drei Folgen macht „Homeland“ süchtig – und zwar so süchtig, dass man auf keinen Fall eine Woche warten will bis zur nächsten Ausstrahlung; bei Serien mit diesem Sogfaktor ist die DVD oder ein Download-Portal das bessere Medium.

Bei „Homeland“ nervt Werbung, während man sich bei „TV total“ immer freut, wenn Reklame läuft und man Raab nicht dabei zugucken muss, wie er in seinem abgeranzten 90er-Jahre-Studio seine Sendung lustloser verwaltet als ein Finanzbeamter die Buchstaben „Be“ bis „Bek“. In „Marine On“, der finalen Folge der ersten Staffel (Sat.1, 22.15 Uhr), geht’s noch mal ordentlich zur Sache. Claire Daines ist als CIA-Agentin Carrie Mathison immer noch besessen von der Idee, dass es sich bei dem US-Marine Nicholas Brody nicht um einen Kriegs-Helden, sondern um einen von Islamisten „umgedrehten“ Kämpfer handelt; das Gebaren von Tom Walker wird immer undurchsichtiger – und Carrie Mathison und ihr Arbeitgeber sind immer öfter unterschiedlicher Meinung. Und dann ist da natürlich noch die psychotische Störung, die Mathison plagt – und die sie fortan mit drastischen Maßnahmen bekämpfen will. „Homeland“ bleibt also mordsmäßig spannend. Staffel zwei dann unbedingt auf DVD und in einem Rutsch weggucken.

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