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WDR: Tom Buhrow eröffnet "Studio Zwei"

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Dante moderiert, Tom Buhrow und Eins-Live-Moderatorin Anja Backhaus geben Tipps. Bild: Rakoczy. Foto: dpa
Intendant Tom Buhrow eröffnete bei seinem ersten öffentlichen Termin die Medienwerkstatt „Studio Zwei“. Das Angebot der Einrichtung richtet sich besonders an Jugendliche weiterführender Schulen. Damit will der WDR auch das junge Publikum locken.  Von
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Köln

Eines der großen Probleme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist, dass es ihm häufig nicht gelingt, junges Publikum anzusprechen. Da war es für Tom Buhrow eine glückliche Fügung, dass sein erster öffentlicher Termin als neuer WDR-Intendant die Einweihung der Medienwerkstatt „WDR Studio Zwei“ war. Denn deren Angebot richtet sich an Schüler weiterführender Schulen. So konnte der neue Intendant gleich mal beweisen, dass er mit der jungen Zielgruppe locker umzugehen weiß.
Buhrow betonte, die Vermittlung von Medienkompetenz sei eine der Kernaufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und liege auch ihm persönlich am Herzen: „Wir wollen transparent sein, wollen, dass ihr unter die Motorhaube guckt“, sagte er zu den Schülern des Kölner Königin-Luise-Gymnasiums. Der WDR müsse sich in der digitalen Welt bei der Vielzahl der Angebote behaupten, da sei eine direkte Ansprache an Jugendliche wichtig. Er hoffe, Radio und Fernsehen würden so konkret und erfahrbarer.

Infos für Schulklassen

Schulklassen können das Studio ab 7. Oktober 2013 montags bis freitags jeweils um 9 oder 14 Uhr besuchen (Dauer: zirka dreieinhalb Stunden). Das Angebot richtet sich an die Jahrgangsstufen 6 bis 13, angesprochen sind alle Schulformen. Besuche sind nur im Klassenverband möglich. Das Angebot des „WDR Studio Zwei – Die Medienwerkstatt“ ist für die Schulklassen kostenlos.
Die Lehrer erhalten die fertig produzierte Sendung auf einem USB-Stick. Die Sendung kann in der Schule kopiert und an die Schulklassen und Kurse als Privatkopie weitergegeben werden.
studiozwei.wdr.de

Der WDR hat bereits ein Kinderstudio. Dieses wurde Ende 2009 eröffnet und liegt ebenso wie die neue Medienwerkstatt in den WDR-Arkaden. Knapp 35 000 Grundschüler haben es bisher besucht. Vier Schulklassen täglich, rund 500 Jungen und Mädchen, können im neuen Studio betreut werden. Was die Medienwerkstatt gekostet hat, sagte der WDR nicht. Sie sei Teil der allgemeinen Umbauten und Umstrukturierungen in den WDR-Arkaden. Eine genaue Summe ließe sich daher aktuell nicht beziffern.

Dem neuen Intendanten liegt das direkte Gespräch mit den Jugendlichen mehr als offizielle Reden, das merkt man ihm an. An den förmlichen Teil solcher Veranstaltungen, bei denen bestimmte Dinge eben gesagt werden müssen, muss er sich anscheinend noch gewöhnen. Mehr Spaß hat er sichtlich, als er mit den Jungen und Mädchen in die Studios geht.

Es gibt sowohl ein Hörfunk- als auch ein Fernsehstudio. Die Jugendlichen übernehmen alle Aufgaben selbst. Sie sind Moderatoren, Techniker, Regisseure und Redakteure. Im Radiobereich besuchen sie zuerst Eins Live und lernen die Arbeit eines Hörfunksenders kennen. Im „Studio Zwei“ stehen ihnen dann Jingles und Musik aus dem Eins-Live-Programm zur Verfügung. Im Fernsehen wiederum bauen sie Einspieler aus WDR-Sendungen ein, Moderationen schreiben sie selbst. Schüler waren auch an der Konzeption beteiligt, sagt Medienpädagogin Annette Busch-Wiesenthal. Das führte zu interessanten Ergebnissen. So gibt es kein eigenes Internet-Modul in der Medienwerkstatt, weil die Jugendlichen mit dem Internet im Alltag ohnehin andauernd beschäftigt sind, Radio- und Fernsehstudio hingegen sind für sie Neuland.

Im Radiostudio interviewt Dante Tom Buhrow. Und der Sechstklässler schlägt sich gut, entlockt Buhrow, dass dieser eigentlich im Sommer an die Nordsee fahren wollte, aber nun die Reise abgesagt hat, und er im Winter gerne nach Chile zu den Pateneltern der Töchter fahren wolle. Danach gibt es Nachrichten und das Wetter.

Tom Buhrow gibt auch im Fernsehstudio ein Interview. Und einen Wunsch hat er auch. Er hoffe, dass nicht alle nach dem Besuch Moderatoren werden wollen: „Guckt nicht nur auf die Oberfläche, den schönen Schein.“ Es gebe auch viele andere spannende Berufe in den Medien.

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