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Weltkriegs-Dreiteiler: ZDF weist polnische Vorwürfe zurück

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Volker Bruch (l.) in der Rolle des Wilhelm Winter und Tom Schilling als sein Bruder Friedhelm Winter in „Unsere Mütter, unsere Väter“ Foto: dpa
Der polnische Botschafter hat scharfe Kritik am ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ geübt. Er sei bestürzt über die Darstellung seiner Landsleute als Antisemiten. Der Sender weist den Vorwurf zurück. Man habe großen Wert auf Differenziertheit gelegt.
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Mainz

Das ZDF hat Vorwürfe wegen der Darstellung der Polen und polnischen Widerstandskämpfer im Weltkriegsdrama „Unsere Mütter, unsere Väter“ zurückgewiesen. Das ZDF bedauere es sehr, wenn die Darstellung der polnischen Figuren in dem Mehrteiler „als ungerecht und verletzend empfunden wird“, erklärte der Sender auf Anfrage am Donnerstag in Mainz. „In keiner Weise sollten historische Tatsachen oder gar die Verantwortung der Deutschen relativiert werden.“

Der polnische Botschafter in Berlin, Jerzy Marganski, hatte zuvor scharfe Kritik an dem Mehrteiler geübt und erklärt, er sei ebenso wie viele seiner Landsleute „bestürzt“ über das darin vermittelte Bild der Polen und des polnischen Widerstands gegen die deutsche Besatzung. Polen und Partisanen der „Heimatarmee“ (AK) würden als Antisemiten dargestellt, die sich kaum von den deutschen Nazis unterschieden, erklärte Marganski in einem auf der Internetseite der Botschaft veröffentlichen Schreiben an den Sender. Der Zuschauer erfahre nichts von der Hilfe polnischer Widerstandskämpfer für die Juden.

Das ZDF wies den Vorwurf eines zu einseitigen Bildes zurück und verwies auf die Beteiligung namhafter Fachhistoriker. Es sei großer Wert „auf eine differenzierte Darstellung aller Figuren“ gelegt worden. Dies betreffe auch die Menschen, denen der flüchtige deutsche Jude Viktor in Polen begegne, etwa eine Polin, die ihn schützt, oder den Sohn eines polnischen Bauern, der die beiden vor der Entdeckung durch die Deutschen rettet. Auch der Anführer der Partisanen verhelfe Viktor letztlich zur Flucht.

Zudem habe es im Anschluss an den dritten Teil einen Bericht über ein polnisches Dorf gegeben, in dem während des Krieges Juden versteckt wurden, was zu einem Massaker der Deutschen an der Dorfbevölkerung führte, erklärte das ZDF. Der Dreiteiler über die Lebensgeschichte von fünf Freunden im Zweiten Weltkrieg war für das ZDF einer der Aufsehen erregendsten Programmerfolge der vergangenen Jahre. In Deutschland wurde der Film überwiegend positiv aufgenommen. (afp)

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