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„Gemeinsam an die Weltspitze“: Erfolgreiche Fechter aus Dormagen

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Zwei Fechter beim Duell. Foto: dpa
Der Rheinische Fechter-Bund konnte mit seinem Herren- und Damen-Team aus Dormagen gleich vier nationale Titel im Fechtsport gewinnen. Nun wird zudem ein Konzept zur Nachwuchsförderung entwickelt.  Von
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Köln

Es steht gut um die Säbelspezialisten aus Nordrhein Westfalen. Sowohl die Damen als auch die Herren aus Dormagen konnten alle vier nationalen Mannschaftstitel im Säbel gewinnen. Eine vergleichbare Bilanz möchte der Rheinische Fechter-Bund (RFeB) nun auch mit dem Degen erreichen.

Am Donnerstagmittag hatte der Deutsche Fechter-Bund (DFB) gemeinsam mit dem RFeB unter der ambitionierten Überschrift „Gemeinsam an die Weltspitze“ in das Deutsche Sport und Olympia Museum geladen. Das neue Konzept zur Spitzensportförderung der Nachwuchsarbeit in Nordrhein Westfalen wurde vorgestellt. Um zu zeigen, wer diese Jugend ist, saßen einige, bedauernswerte junge Sportler in voller Wettkampfmontur in der letzten Zuschauerreihe.

Das Konzept des DFB sieht vor, durch eine Kooperation die Spitzenstandorte Bonn, Leverkusen und Solingen in Zukunft enger miteinander zu verbinden. „Jeder dieser Vereine hat Top-Athleten, aber gemeinsam können sie noch besser werden“, verspricht sich der Leiter des RFeB Leistungssportausschusses Peter Wirtz von dem Konzept und zieht den Vergleich zum Fußball: „Der Fußball hat in den letzten Jahren als Talentschmiede ein hohes Tempo vorgelegt. Dieses Tempo müssen wir auch erreichen.“

Trainingskooperationen, gemeinsame Trainerbesprechungen und Fortbildungen sollen diesen Plan unterstützen und so die Vereinsegoismen überwinden helfen. „Ein Spitzensportler beim TSV Bayer 04 Leverkusen, zwei beim OFC Bonn und noch einer beim WMTV Solingen bringen alleine nicht viel. Die müssen gemeinsam trainieren, um in die Weltspitze zu kommen“, meint RFeB-Präsident Emmo Kawald.

 Neben der Spitzensportförderung ist die duale Karriereplanung der Athleten ein zentraler Punkt des neuen Konzepts. Genau hier sieht Peter Wirtz noch jede Menge Arbeit: „Es gibt dafür in NRW zwar Strukturen, aber keine sehr guten. Vergleicht man das mit dem internationalen Ausland, besteht immer noch Nachholbedarf im Bereich der Wirtschaft und der Universitäten.“

Besonders die Wirtschaft sieht Wirtz in der Pflicht: „In der Wirtschaft gibt es zwar eine ganze Reihe an Initiativen, aber das ist insgesamt noch zu wenig, wenn Deutschland Spitzensport haben will.“ Etwas deutlicher wird Kawald. Er fordert die Wirtschaft auf, noch mehr Initiativen zu gründen und den Sportlern aktiv zu helfen: „Da brauchen wir natürlich jede Unterstützung aus der Wirtschaft, nicht nur über Hochschulen. Und das ist uns ein ganz großes Anliegen, hier auch die breite Unterstützung zu empfangen.“

Raphael Steinberger, Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft, hat für seine Zukunft schon einen genauen Plan. Der 27-jährige studiert an der Kölner Sporthochschule und möchte später Lehrer werden. Trotzdem hat auch er schon mit dem Verband gesprochen: „Ich erfahre auch Unterstützung vom Verband. Gerade in Bezug auf das Referendariat habe ich schon gezielte Zusicherungen erhalten.“

Anm. d. Redaktion: Der letzte wurde auf Anregung von Raphael Steinberger geändert.

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