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Als erster Deutscher: Keller läuft 100 Meter in 9,99 Sekunden

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Zwar mit irregulären Bedingungen, aber Martin Keller lief erstmals unter zehn Sekunden. Foto: Michael Kappeler 
Sprinter Martin Keller aus Leipzig hat Sportgeschichte geschrieben: Er ist als erster deutsche Sprinter überhaupt 100 Meter in weniger als zehn Sekunden gelaufen. Seine 9,99 Sekunden werden aber nicht als offizieller Rekord anerkannt.
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Frankfurt/Clermont

Wie ein neuer Weltrekordhalter posierte Martin Keller stolz vor der Zeitmessanlage: „9,99“ zeigte die am Samstag im „National Training Center“ von Clermont/Florida an. Der Sprinter aus Leipzig war gerade als erster deutscher Leichtathlet in einem 100-Meter-Lauf unter der magischen Zeit von 10,00 Sekunden geblieben. Einziger Haken: In den Rekordlisten wird diese „9,99“ nie auftauchen, dafür war der Rückenwind bei diesem Leichtathletik-Meeting zu stark.

„NeunKommaNeunNeun.... Wie geil. Auch wenn mit +3,7s zu viel Wind war. Ich bin der erste Deutsche, der jemals unter allen Bedingungen unter 10 Sekunden geblieben ist“, schrieb Keller bei Facebook. Als regulär gelten Bedingungen bei einem Rückenwind bis zu 2,0 Metern pro Sekunde. Die deutsche Sprintlegende Armin Hary war bei seinem Weltrekord 1958 handgestoppte 10,0 Sekunden gelaufen, was ungefähr elektronisch gemessenen 10,20 entspricht. Kellers Zeit in Clermont entspricht 10,13 Sekunden bei gerade noch regulären Bedingungen. Den deutschen Rekord hält seit 1985 DDR-Sprinter Frank Emmelmann mit 10,06 Sekunden. Als einziger weißer Sprinter ist bislang der zweimalige Europameister Christophe Lemaitre aus Frankreich regulär (bis 2,0 m Rückenwind) unter 10,00 Sekunden geblieben (Bestzeit: 9,92).

Keller gewann den Endlauf in Florida vor dem Wattenscheider Julian Reus, der glatte 10,00 lief. Die deutschen Sprinter absolvieren zurzeit ein Trainingslager in Florida.
(dpa)

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